06.04.2018 - 20:00 Uhr
NeusorgOberpfalz

Hochbeet fürs Gärtnern im Alter

"Hochbeet - Arbeit oder erfüllende Beschäftigung". Unter dieses Thema stellte Kreisfachberater Harald Schlöger seinen Vortrag bei der Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins.

von Autor ÖTProfil

Gesundes Obst und Gemüse aus dem Garten ist gefragt. Gerade junge Familien bevorzugen diese Art der Ernährung. Gärtnern bietet einen Ausgleich zum täglichen Stress. Gemüseanbau macht aber auch Arbeit.

80 bis 120 Zentimeter

Die körperliche Verfassung zwingt Hobbygärtner manchmal zum Umdenken. Tischbeet, Pflanztisch oder Hochbeet sind hier Alternativen. Ein Hochbeet bietet jedoch mehr Wurzelraum, erklärte der Kreisfachberater. Als Höhe empfahl er 80 und als Breite 120 Zentimeter. Mit dieser Breite ist eine Bearbeitung der Fläche von beiden Seiten ohne Schwierigkeiten gesichert.

Als Beetbegrenzungen bieten sich dafür verschiedene Alternativen an. Diese könnten aus gefrästen Rundhölzern, Betonpalisaden und Gitterrosten gefertigt werden. Möglich sind auch gemauerte Beete. Ferner gebt es Fertigbausätze aus Aluminium oder aus Recyclingkunststoff. Bausätze aus Lärchenholz sind ebenso im Handel erhältlich. Deutlich billigere Alternativen sind Anpflanzungen in Strohballen oder in Kisten.

Möglich ist auch ein Einpflanzen in Foliensäcke mit Pflanzerde. Als kostengünstig, aber dennoch funktionell erweist sich ein Hochbeet zusammengestellt aus vier Europaletten. Die Innenseiten eines klassischen Hochbeetes sollten immer mit schwarzer Teichfolie ausgekleidet werden.

Der Kreisfachberater ging auch auf den Aufbau eines Hochbeets ein. Dazu sind von der Oberfläche des Mutterbodens zehn Zentimeter abzutragen. Nach unten hin riet Schlöger, das Hochbeet auf jeden Fall mit einem Drahtgeflecht gegen Wühlmäuse zu sichern. Der Aufbau könne mit jeweils einer rund 30 Zentimeter starken Schicht mit Reisig und umgedrehten Grassoden, Rohkompost sowie einem Gemisch aus reifen Kompost und Erde erfolgen.

Als oberste Schicht bieten sich auch Substrate an, die mit Erde gemischt werden können. Torf ist als Substrat zu kostbar. Auch Bioerde sei nicht immer frei von Torf, betonte der Redner. Eine Alternative bilden Holzfasern. Er empfahl in Hochbeeten Mischkulturen anzubauen. Wegen der Mischkulturen könne während der ganzen Vegetationszeit geerntet werden. Für Hochbeete sind auch passende Frühbeetaufsätze erhältlich. Schwarze mit Wasser gefüllte Schläuche zwischen den Pflanzreihen, die sich am Tag durch die Sonne aufheizen, können die Wärme für die Nacht speichern. Harald Schlöger streifte auch die Jungpflanzenanzucht. Samenechte Sorten oder Jungpflanzen vom Gärtner sind hier zu bevorzugen.

Auf gutem Weg

Der Obst- und Gartenbauverein Neusorg befindet sich auf einem guten Weg, hob Kreisfachberater Harald Schlöger in der Jahreshauptversammlung hervor. Die Zukunft ist mit der Kinder- und Jugendgruppe gesichert. Sein Dank galt Ulrich Anders für dessen Tätigkeit als Gartenpfleger.

Weiter streifte der Redner Termine des Kreisverbands. Er erwähnte die Edelreiserausgabe, geplante Veredelungskurse und das Seminar für Jugendbetreuer. Ebenfalls wies er auf den "Tag der offenen Gartentür" hin, der in diesem Jahr im Bereich Mähring stattfindet. Vom Kreisverband besucht werde ebenso der Nordgautag in Wiesau. Sein Hinweis galt auch der Landesverbandstagung in Würzburg und der Jahrestagung des Kreisverbands in Plößberg.

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