Informationsveranstaltung im Senioren-Servicehaus - Gute Karrierechancen und eine krisensichere ...
Mein Weg in den Pflegeberuf

Beim Thema "Mein Weg in einen Pflegeberuf" stellten sich Arbeitsvermittler Richard Murr, Qualifizierungsberater Heiko Bachmeier, Hausleiterin Tina Ahrendt, Klaus Gredinger, Leiter der Agentur für Arbeit in Weiden, Pflegedienstleiterin Kristina Meier, Eva-Maria Hasenfürter von der Projektleitung des Sozialteams, Praktikantin Sonja Kraus und Arbeitsvermittler Manfred Heinzmann (von links) der Diskussion. Bild: öt
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Neusorg
09.03.2018
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An Fachkräften mangelt es derzeit in allen Bereichen. Gerade in den Pflegeberufen bei der Versorgung von Senioren und Behinderten ist dies ein weit verbreitetes Thema. Mit der Informationsveranstaltung im Senioren-Servicehaus unter dem Motto "Mein Weg in einen Pflegeberuf" wurde diese Thematik aufgegriffen und gemeinsam mit Vertretern der Agentur für Arbeit aus Weiden erörtert.

Hausleiterin Tina Ahrendt ging auf die Anforderungen im Bereich der Altenpflege ein. Hier sei eine Fachkraftquote von 50 Prozent erforderlich. Dies bedeute, jeder zweite Mitarbeiter müsse eine dreijährige Ausbildung zur examinierten Altenpflegekraft vorweisen.

Die Altenpflege sei von einem Negativimage geprägt, heißt es. Nur wenige möchten in der Pflege arbeiten, da die Bezahlung schlecht sei und nur geringe Aufstiegsmöglichkeiten bestünden. Dies ließ die Heimleiterin so nicht stehen. Die Versorgungsqualität hänge im Gesundheitswesen zu großen Teilen davon ab, ob genügend fachlich qualifiziertes Personal zur Verfügung steht.

Sie prognostizierte, kein Wirtschaftsbereich werde aufgrund des Demografie-Wandels in der nächsten Zeit so wachsen wie die Gesundheitsbranche. Deshalb entstünden vielfältige Karrierechancen und sichere Arbeitsplätze mit Aufstiegsmöglichkeiten. Nicht zu verachten sei die Ausbildungsvergütung, die bei 884 Euro im ersten Jahr beginne und im dritten Jahr 1022 Euro betrage.

In Fort- und Weiterbildungen können Zusatzqualifikationen erworben werden. Diese reichten von der Wohnbereichsleitung bis hin zur Pflegedienstleitung. Darüber hinaus bestehe nach der Ausbildung zur examinierten Altenpflegefachkraft die Möglichkeit ein Studium im Bereich Pflegemanagement zu absolvieren. Fördermöglichkeiten seitens der Bundesagentur für Arbeit zur Ausbildung von Pflegefachkräften und zur Umschulung in diese Berufe zeigten die Qualifizierungs-Berater Heiko Bachmeier und Richard Murr von der Arbeitsagentur Weiden auf.

Beide empfahlen von Arbeitslosigkeit Bedrohten und Personen, die sich einen beruflichen Neuanfang in der Altenpflege vorstellen können, eine frühzeitige Beratung durch die Agentur für Arbeit. Dabei könnten Fragen bezüglich der beruflichen Weiterbildung besprochen und auch mögliche Kostenübernahmen geklärt werden. Terminvereinbarungen sind unter Telefon 0800/4555500 möglich. In Beschäftigung stehenden Arbeitnehmern, die den Umstieg in die Altenpflege wagen wollen, steht Richard Murr von der Arbeitsagentur in Weiden unter Telefon 0961/409-2241 als Ansprechpartner zur Verfügung.

Zu Wort kam auch eine Späteinsteigerin in den Pflegeberuf. Sonja Kraus berichtete in der Informationsveranstaltung aus ihrer beruflichen Praxis. Sie war früher als Bäckereiverkäuferin tätig und wechselte als Pflegehelferin zum Sozialteam, dem Träger der Senioren-Servicehäuser. Aufmerksam auf diesen Beruf wurde sie durch ihre Tochter, die in der Einrichtung eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft genoss.

Beim Sozialteam als Träger der Senioren-Servicehäuser sei es selbstverständlich, einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu erhalten. Mitarbeiter haben die Möglichkeit sich über ein Lebensarbeitszeitmodell zu beteiligen. Ebenso würden Vermögenswirksame Leistungen angeboten und über ein Mitarbeitervorteilspaket ist bei verschiedenen Firmen ein vergünstigter Einkauf möglich. Ferner werden vergünstigte Eintrittspreise in Thermen oder Fitnesscentern angeboten.
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