30.03.2017 - 20:10 Uhr
NeusorgOberpfalz

Mitten aus dem Leben gerissen Trauer um Pater Helmuth Benkler

Plötzlich und unerwartet verstarb der aus Neusorg stammende Kapuziner-Pater Helmuth Benkler. Bild: exb
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Verstorben

Trauer um Pater Helmuth Benkler

Neusorg/Klagenfurt. (wb) Plötzlich und unerwartet starb am Montag der aus Neusorg stammende Kapuziner-Pater Helmuth Benkler. Kurz nach der Vollendung seines 80. Lebensjahres wurde er aus dem Leben gerissen. Man fand Pater Benkler tot an seinem Schreibtisch sitzend. Die Beisetzung ist am Samstag, 1. April, auf dem Zentralfriedhof Klagenfurt-Annabichl in Österreich.

Pater Helmuth Benkler war bis zuletzt sehr am Geschehen in seiner alten Heimat interessiert. Regelmäßig kam er nach Neusorg und Immenreuth, wo er bei einer seiner fünf Schwestern zu Gast war. Zuletzt nahm er die lange Autofahrt Anfang Februar auf sich, um das Requiem für sie mitzuzelebrieren.

Am 10. März 1937 erblickte Helmuth Benkler in Neusorg als viertes von sieben Geschwistern das Licht der Welt. Nach dem Grundschulbesuch in Deutschland ging er nach Österreich. Er vollendete im Spätberufenenseminar der Kapuziner in Bregenz sein Mittelschulstudium. Am 25. August 1956 trat Benkler in den Orden ein und studierte Philosophie und Theologie an der Hauslehranstalt in Innsbruck. Dort legte er auch am 4. September 1960 Ewige Profess ab und wurde am 29. Juni 1962 in Wattens zum Priester geweiht.

Nach einem Jahr in Ried im Innkreis und Dornbirn ging er als Missionar nach Madagaskar, um ein 7000 Quadratkilometer großes Missionsgebiet zu betreuen. Eine schwere Infektion zwang ihn jedoch, nach Tirol zurückzukehren. Dort war er mehr als 30 Jahre als Religionslehrer im Schuldienst tätig, widmete sich der Pfarr- und Krankenseelsorge und wirkte segensreich in den Klöstern Radstadt, Landeck-Perjen, Braunau, Dornbirn, Kitzbühel und Ried im Innkreis. Bis zur Schließung des Klosters war er dort ein fürsorglicher Oberer. In den letzten sieben Jahren wurde Helmuth Benkler als Beichtvater und Seelsorger am Klinikum in Klagenfurt sehr geschätzt.

Dort wird er auch seine letzte Ruhestätte finden. Am heutigen Freitag, 31. März, ist um 18 Uhr Klosterwache in der dortigen Kapuzinerkirche. Am Samstag, 1. April, wird Benkler um 13.30 Uhr in der Kapuzinerkirche aufgebahrt, wo Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz um 14.30 den Auferstehungsgottesdienst zelebrieren wird. Anschließend ist Beisetzung in der Grabstätte der Kapuziner auf dem Zentralfriedhof Klagenfurt-Annabichl.

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