27.03.2017 - 20:10 Uhr
NeusorgOberpfalz

Nach Abschaffung der Wehrpflicht haben Kameradschaften ein Problem: Nachwuchs fehlt

Riglasreuth. Den Kameradschaften und Soldatenvereinigungen fehlt es an Nachwuchs. Kreisvorsitzender Anton Hauptmann beklagte in der Jahreshauptversammlung den zahlenmäßigen Rückgang an Reservisten. Grund sei die Abschaffung der Wehrpflicht. Es sei wichtig, die Vereinssatzungen zu ändern und künftig auch "Personen, die sich der Tradition und den Aufgaben des deutschen Soldatentums verpflichtet fühlen" den Zugang zu den Vereinen zu ermöglichen.

von Autor ÖTProfil

Treffen im Sportheim

Zur Jahreshauptversammlung lud die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung des Landkreises Tirschenreuth am Samstagabend in das Vereinsheim des Sportvereins Riglasreuth ein. Ortsvorsitzender Herbert Koller hieß die Vereinsvertreter willkommen.

Kreisvorsitzender Hauptmann erinnerte beim Gedenken nicht nur an die Toten und Vermissten der Weltkriege und der Soldaten des Bundesheers, sondern auch an all die Menschen, die durch Krieg und Vertreibung, Gewalt und Gewaltherrschaft ihr Leben lassen mussten. Dazu intonierten zwei Musiker "Ich hatt' einen Kameraden".

Hauptmann berichtete von zahlreichen Terminen, die er wahrgenommen hat. Den Höhepunkt bildete dabei die Großveranstaltung anlässlich des 60-jährigen Bestehens des BKV in Altötting. Ein weiteres Highlight war der Bezirkswettkampf der Reservisten, bei dem sich die Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaft Mitterteich den Siegertitel und den Wanderpokal holte.

Ferner war Hauptmann bei Sitzungen auf überregionaler Ebene präsent. Zudem besuchte er die Jahreshauptversammlung des Kreisverbands des Bayerischen Soldatenbunds Tirschenreuth und viele Jahreshauptversammlungen und Vereinsjubiläen. Auch Termine bei der Bundeswehr nahm er wahr. Viel Zeit beanspruchte die Vorbereitung von Schießterminen.

Weiter lud er zur Teilnahme an der Heimkehrer- und der Soldatenwallfahrt ein. Dies seien ergreifende Veranstaltungen. Sein Dank galt abschließend dem Kreisvorstand und den Kameradschaften für die Unterstützung.

In seiner Eigenschaft als Kreisschießwart dankte Hauptmann allen Schützen für ihr diszipliniertes Verhalten. Er hob hervor, Sicherheit sei beim Schießen das oberste Gebot. Deshalb müssten jetzt auch Schießwarte und Schießleiter einen gültigen Erste-Hilfe-Kurs vorweisen können. Ebenso wies er darauf hin, dass bei Schießveranstaltungen stets Ausweis und Versicherungsmarke mitzuführen seien. Außer den Vereinsmeisterschaften und Vergleichsschießen fanden Wettbewerbe auf allen Verwaltungsebenen statt.

Einstimmige Entlastung

Das umfangreiche Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung verlas Schriftführer Wolfgang Danler. Für den verhinderten Schatzmeister Hans Müller trug Hubert Stock den Kassenbericht vor. Stock und Andreas Heining bestätigten in ihrer Eigenschaft als Kassenrevisoren eine vorbildliche Kassenführung. Der Schatzmeister wurde einstimmig entlastet.

Mit großer Mehrheit wurde in der Versammlung eine Erhöhung der Verbandsbeitrags beschlossen. Dieser steigt nun von 30 auf 60 Cent pro Jahr und Mitglied.

 

 

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