26.10.2017 - 15:02 Uhr
NeusorgOberpfalz

Öl verschmutzt Fahrbahnen - Zahlreiche Feuerwehren im Einsatz Rutschgefahr auf den Straßen

Diese Ölspur hatte gewaltige Ausmaße. Sie reichte vom Fichtelnaabtal ins Kemnather Land. Die Feuerwehren und die Mitarbeiter der Bauhöfe waren im Stress, die Autofahrer wegen des zähflüssigen Verkehrs genervt.

von Michael DenzProfil

13 Feuerwehren wurden am Donnerstagvormittag gegen 9 Uhr im Fichtelnaabtal und dem Kemnather Land von der Integrierten Leitstelle alarmiert, nachdem schmierige Betriebsstoffe eines Fahrzeugs die Straßen in der Region verschmutzt hatten. Es bestand erhöhte Rutsch- und Unfallgefahr.

Besonders betroffen waren Neusorg und Ebnath. Hier verlief die schmierige Ölspur mit einer Breite von fast einem Meter durch die beiden Ortsgebiete. Auch die Staatsstraße 2181 zwischen Neusorg und Ebnath war in beiden Richtungen stark verunreinigt.

Weiterhin führte die Spur auch über die Staatsstraße 2177 von Neusorg bis nahe des Kulmainer Ortsteils Zinst auf der Fahrspur in Richtung Kemnath. Auch hier betrug die Breite rund einen halben Meter. Besonders in den Kurven dieser Strecke waren etliche Kräfte und Einsatzfahrzeuge zur Absicherung und Warnung des Straßenverkehrs erforderlich.

Dutzende Ölbindemittelsäcke mussten die Feuerwehrleute aus Neusorg, Ebnath, Riglasreuth, Schwarzenreuth, Lochau, Trevesen, Pullenreuth, Pilgramsreuth, Zinst, Oberwappenöst, Fuhrmannsreuth, Brand und Kulmain aufbringen, um das Öl, vermutlich ausgetretener Dieselkraftstoff, abzubinden. Mehrere Kehrmaschinen nahmen das mit Öl vollgesaugte Bindemittel wieder auf. Ebenfalls waren Dutzende Warnschilder notwendig, die die zuständigen Straßenbaulastträger, unter anderem Mitarbeiter der Straßenmeistereien des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach, errichteten. Um die Mittagszeit waren die rund 100 ausgerückten Feuerwehrleute noch im Einsatz. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass für den Schlamassel ein Lkw einer Firma aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach verantwortlich war. Ursache war wohl Materialermüdung. Der Fahrer bemerkte das Malheur erst, als der Motor wegen der gebrochenen Dieselleitung ohne Kraftstoff streikte.

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