Stall in Wernersreuth brennt
Drei Kälber verenden an Heilig Abend

Vermischtes
Neusorg
24.12.2016
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Für ein Großaufgebot aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei begann das Weihnachtsfest mit einer großen Menge Arbeit. Am Morgen des Heiligen Abends mussten sie in Wernersreuth bei Neusorg einen Hof vor einem Großbrand bewahren. Dies gelang, für drei Kälber gab es aber keine Rettung. Vermutlich löste eine Wärmelampe den Brand aus.

160 Einsatzkräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes eilten am Samstag um 7:31 Uhr zum Großeinsatz. Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz hatte die Retter zum Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes nach Wernersreuth bei Neusorg geschickt. Das Feuer richtete 40000 Euro Schaden an dem Stall und der Photovoltaikanlage auf dem Dach an. Menschen wurden nicht verletzt. Drei Kälber verendeten in den Flamen.

Wie die Polizeiinspektion Kemnath mitteilt, hatte ein Betriebshelfer gegen 7 Uhr die Kälber getränkt. Gegen die feuchte Kälte schaltete er eine Wärmelampe in einer der Kälberboxen ein. Als der Helfer 25 Minuten später wieder zum Nebengebäude kam, waren die Kälberboxen bereits vollständig ausgebrannt, die Kälber verendet. Das Feuer hatte sich auf das Gebäude, den Dachstuhl und die Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgebreitet. Der Bauer und der Betriebshelfer leiteten sofort Löschmaßnahmen ein.

Schon wenig später übernahmen 144 Einsatzkräfte der Feuerwehren Riglasreuth, Lochau, Kemnath, Oberwappenöst, Lochau, Neusorg, Pullenreuth, Zinst, Trevesen und Ebnath sowie die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung. Den Einsatz leitete der Riglasreuther Kommandant Albert Thalhammer. Dabei unterstützten ihn Kreisbrandrat Andreas Wührl, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther sowie die Kreisbrandmeister Peter Prechtl, Alois Schindler, Günter Fachtan und Florian Braunreuther.

Im Erstangriff gingen Atemschutztrupps der Feuerwehr Neusorg in die Stallung. Um die Wasserversorgung kümmerten sich die Wehren aus Riglasreuth und Lochau. Im weiteren Verlauf wurde die Drehleiter der Feuerwehr Kemnath in Stellung gebracht. Von dort aus kontrollierten die Einsatzkräfte das Dach mit einer Wärmebildkamera und übernahmen Nachlöscharbeiten.
Durch ihr schnelles und umsichtiges Eingreifen verhinderten die Wehren, dass sich das Feuer ausbreitet. Die Beamten der Polizeiinspektion Kemnath übernahmen die Ermittlung zur Brandursache.

Auch der Rettungsdienst rückte mit einem Rettungswagen aus Kemnath und einem RTW aus Erbendorf an. Zudem kam der Notarzt Dr. Vogel aus Kemnath und der Helfer vor Ort Fichtelnaabtal. Als Einsatzleiter des Rettungsdienstes fungierte Florian Schwammberger. Auch ein Fachberater des Technischen Hilfswerks war vor Ort.

Bereits gegen 8:45 Uhr konnten die ersten Einsatzkräfte den Brandort wieder verlassen. Neben einem Tierarzt eilten auch Neusorgs Bürgermeister Peter König, Mitarbeiter des Bauhofes zum Winterdienst sowie ein Vertreter des Wasserwerks und der Energieversorgung an die Einsatzstelle.
Die Riglasreuther Wehr blieb zur Brandsicherheitswache vor Ort.
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