02.10.2017 - 16:42 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Almabtrieb in Neustadt am Kulm Nichts zu meckern

Trotz mieser Wettervorhersagen: Der Almabtrieb zog am Sonntag die Besucher zur Rückkehr der Ziegen vom Kleinen Kulm. In diesem Jahr kehrten mehr Tiere heim als im Frühjahr auf den Berg zogen.

von Werner WalterProfil

Auch die siebte Auflage des Almabtriebs zog die Zuschauer an den Kulm. Und die Verantwortlichen hatten Glück, es blieb größtenteils trocken. Am Spätnachmittag lachte sogar die Sonne. Für den Rest sorgten die Organisatoren vom Obst- und Gartenbauverein um Vorsitzenden André Dietrich mit sehr guter Vorarbeit. Gut 1500 Besucher waren für sie der Lohn. Auf sie wartete neben dem Zug der Ziegen ein Kunst- und Handwerkermarkt, Trachtentanzaufführungen und ein buntes kulinarisches Programm. Auf dem Festplatz waren Buden, beheizte Pavillons und Zelte aufgebaut.

Seit 2010 grasen am Kleinen Kulm Ziegen von Manfred "Flocki" Deubzer aus Kastl. In diesem Weidejahr kamen sogar zwei Zicklein dort zur Welt. Am ersten Sonntag im Oktober endet das Arbeitsjahr der Tiere und die Neustädter feiern ihre Rückkehr. Den Auftakt machten am Kleinen Kulm die Fichtenhornbläser aus Speichersdorf. Die Musiker Gerhard Kreuzer, Heinz Schmidt, Ernst Eibisch, Regina Ullmann, Maria Seidl und Franziska Rausch begrüßten die Besucher. Monika Miedel und Pamela Walter hatten den Kopfschmuck für die acht Ziegen gestaltet. Nach dem Segen von Pfarrer Hartmut Klausfelder und der Begrüßung von André Dietrich ging es zum Unteren Marktplatz. Angeführt wurde der Zug von den Musikanten Manfred Wilfling, Herbert Kiefer und Georg Lauss. In Dirndl und Lederhosen folgten die "Stacheligen Kulmkids". Mit im Zug war auch Holunderkönigin Jana Schäffler und Schirmherrin Heidrun Schelzke-Deubzer aus Kemnath. Angeführt von Bürgermeister Wolfgang Haberberger folgten die acht meckernden Rasenmäher. Vorbei an vielen Zuschauern ging es zum Festplatz. Haberberger begrüßte die Gäste und dankte den Organisatoren und Helfern. Schelzke-Deubzer- spendete eine Ziege. Wie André Dietrich erklärte, wird diese Ziege vom Verein für eine Familie in Afrika gespendet. Für Abwechslung sorgten die Neustädter "Goaßböckla" mit Trachtentanz wie dem "Haberfeldtreiber", die Plössener Volkstanzgruppe unter der Leitung von Reinhold Schmidt, die Kindertanzgruppe sowie die Rock' n-Roll Gruppe. Die "Weinwallfahrer" um Jürgen Gebhardt sorgten ebenso für Musik.

Auf ihre Kosten kamen auch die Fieranden. Die 50 Anbieterstände waren stets gut belagert. Monika Klausfelder stellte am Spinnrad ein seltenes Handwerk vor. Im Stand daneben bot Torsten Fischer medizinische Schaffelle an. Bilder aus Neustadt am Kulm und Umgebung, Stände mit Filzarbeiten, Bastelsachen, Lebensmitteln, Schnitzereien, Kräutern und Gewürzen, Edelstahlgartensteckern, Drechselarbeiten und vieles mehr ergänzten den Markt.

Wildschwein und Spanferkel vom Grill waren nach 70 Minuten ausverkauft. Etwas länger hielt der Kaffee- und Kuchenstand des Obst- und Gartenbauvereins durch. Die 60 Kuchen und 1000 Küchle waren am Spätnachmittag ausverkauft. Am frühen Abend war dann auch von Bratwürsten, Steaks, geräucherten Forellen und Makrelen, Pizza und Broten aus den Holzofen sowie Fisch- und Lachssemmeln nichts mehr übrig.

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