14.08.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Altstadtsanierung in Neustadt profitiert vom Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" Die ersten 480 000 Euro fließen

Mit einer frohen Botschaft kam Landtagsabgeordneter Tobias Reiß (CSU) am Mittwoch zu Bürgermeister Wolfgang Haberberger: Aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" fließen 480 000 Euro für die Altstadtsanierung. Insgesamt fließen in der Oberpfalz 4,7 Millionen in ähnliche Projekte.

von Holger Stiegler (STG)Profil

"Die historischen Innenstädte müssen uns etwas wert sein", so Reiß. Neustadt sei eine kleine Stadt mit einem großen Stadtplatz, deshalb sei es ihm ein Herzensanliegen, die Altstadtsanierung zu unterstützten. Bürgermeister Haberberger erläuterte, dass derzeit der europaweite Architektenwettbewerb für die Neugestaltung des Marktplatzes in Neustadt am Kulm laufe. Bis 15. Juli hatten Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner aus ganz Europa Zeit, sich für den Planungsauftrag zu bewerben. Tatsächlich gingen Unterlagen von 73 Büros ein, unter anderem aus den Niederlanden, Italien, Schweiz und Österreich.

Eine Fachjury hat 25 Büros ausgewählt, die nun eine komplette Planung machen sollen. Die eingehenden Vorschläge werden Mitte Dezember nach einem reglementierten Verfahren bewertet von einer Fachjury, die auch drei Preise im Gesamtwert von 56 000 Euro (exkl. Mehrwertsteuer) vergeben. "Anschließend sollen die Arbeiten öffentlich ausgestellt werden", so Haberberger. Der Bürgermeister betonte, dass der Erstplatzierte nicht automatisch den Zuschlag bekomme. "Der Bürgerbeteiligung kommt eine große Rolle zu, zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht entschieden, was gemacht wird", verdeutlichte der Bürgermeister.

Für die Umsetzung kann die Kommune mit einer Förderung von 80 Prozent rechnen. "Ich schätze, dass die Kosten bei fünf bis sechs Millionen Euro liegen", so Haberberger. Mit dem Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" habe man den richtigen Fördertopf: Denn er diene der Sicherung, Modernisierung und Erhaltung denkmalgeschützter Altstadt- und Ortskerne. "Der Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Städte und Dörfer ist die Aufgabe des Programms. Stadt- und Ortskerne sind von großem Wert, aber ihr Erhalt ist teuer", betonte Reiß.

Vor allem im ländlichen Raum leiste man daher mit dem Programm einen wertvollen Beitrag, um die regionalen Besonderheiten zu schützen und damit die Lebensqualität in den Ortszentren zu steigern. Dass vor Neustadt am Kulm noch ein langer Weg liegt, weiß auch der Bürgermeister. Ein Ziel hat er aber dennoch vor Augen: "Dass die Altstadtsanierung zum Stadtjubiläum 2020 abgeschlossen ist - das wär's doch."

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