29.03.2017 - 20:00 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Bürgermeister sagt Besprechung ab Keine Zahlen für Anlieger

(ow/wb) Die für heute geplante Anliegerversammlung fällt ins Wasser. Bürgermeister Wolfgang Haberberger sagte das mit Spannung erwartete Treffen mit den Eigentümern der Marktplatzhäuser am Mittwoch kurzfristig ab. Die Bewohner der guten Stube fanden ein Schreiben im Briefkasten, in dem von "möglicherweise geänderten Planungsvoraussetzungen" die Rede war, die maßgeblich Einfluss auf die Beitragserhebung haben könnten.

Lautstark empfingen die Vertreter der Interessengemeinschaft für den Erhalt des Marktplatzes der Ackerbürgerstadt Neustadt am Kulm die Stadträte vor dem Rathaus. Im Sitzungssaal beschloss das städtische Gremium wenig später eine Beitragssatzung für die Umlegung der Kosten. Bild: ow
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Wann die Sitzung nachgeholt wird, konnte Bürgermeister Haberberger nicht sagen. Das sei alles noch viel zu frisch. Zudem hänge "ein ganzer Rattenschwanz" dran, der erst abgeklärt werden müsse. "Wir wollen hier keinen Fehler machen", so der Rathauschef. Deshalb werde er noch einmal Rücksprache mit dem Landratsamt und auch der Regierung halten, bevor ein neuer Termin festgesetzt werde. Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. "Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran."

Erst am Dienstag hatten die Stadträte Satzungen für den Beitrag des Straßenausbaus und die Erschließung einstimmig auf den neuen Stand gebracht. Darin wird festgelegt, bei welcher Art von Straße welcher Teil auf Anlieger umgelegt wird.

Vorher waren die Kommunalpolitiker - wieder einmal - mit einem gellenden Pfeifkonzert empfangen worden. Stadtplatz-Hausbesitzer machten ihren Unmut über die geplante Umgestaltung Luft. Nach einer emotionalen Rede von Hermann Pühl skandierten die Demonstranten in Sprechchören Sätze wie: "Nur ein Banause zerstört sein Zuhause" und "Neustadt soll Neustadt bleiben".

Pühl übte für die Interessengemeinschaft für den Erhalt des Marktplatzes der Ackerbürgerstadt Neustadt am Kulm (IG) massiv Kritik an der Vorgehensweise der Stadt.

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