02.07.2017 - 20:00 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Marktplatzsanierung Neustadt am Kulm Neuer Entwurf für Marktplatz

Für die Marktplatzsanierung wird die Kommune nur eine Planung weiterverfolgen, war die Meinung des Stadtrats bei seiner jüngsten Sitzung. Einige Details sind noch zu klären, diskutiert wird das Ganze mit verschiedenen Teilnehmern.

Diesen Entwurf wird der Stadtrat am 17. Juli den zuständigen Behörden vorstellen. Zur Sitzung sind auch Vertreter der IG, der Gruppe Pro Neustadt und einige andere Bürger geladen. Bild: ow
von Autor OWProfil

(ow) Das Gremium ist gewillt, Verbesserungen in die Planungen einfließen zu lassen. Am Montag, 17. Juli, wird dieser Entwurf mit Vertretern der zuständigen Behörden, aber auch mit der Interessengemeinschaft (IG), mit der Gruppe Pro Neustadt und auch mit einigen nicht organisierten Bürgern in einer nichtöffentlichen Sitzung diskutiert.

Die Sitzungen der Räte stoßen derzeit bei den Bürgern auf großes Interesse: Bei der letzten Zusammenkunft vor zwei Wochen mussten einige Zuhörer aus Platzmangel das Geschehen vom Treppenhaus aus verfolgen. Deshalb wurde für die Sitzung am Freitag die Sporthalle als Tagungsort ausgewählt. Informationsaustausch zur Marktplatzsanierung war der einzige Tagesordnungspunkt.

Niedrige Anliegerkosten

Auf zwei Leinwänden stellte Bürgermeister Wolfgang Haberberger Entwürfe vor. Während rechts der Vorschlag der IG zu sehen war, zeigte der Bürgermeister auf der linken Leinwand drei Entwürfe des beauftragten Planungsbüros. Bei allen Vorschlägen verläuft die Kreisstraße südlich des Rathauses, fast auf der gleichen Trasse. Abweichende Nuancen gibt es im östlichen Teil des Marktplatzes: Der Bereich nördlich des Rathauses, auf der sogenannten Sommerseite, soll verkehrsberuhigt werden. Hier ist nur eine einspurige Straße vorgesehen. Haberberger erklärte, dass dadurch die Beitragskosten für die Anlieger gesenkt würden. Es soll auch nur noch eine Verbindung vom Tremauer Weg zur Kreisstraße geben. Diese Verbindung soll mit großen Kurven neben dem Felsenkeller entstehen. Hier wird noch untersucht, wie weit diese Straße an die Einmündung zur Straße Neues Tor verschoben werden kann. Der Bürgermeister wollte auch die Meinung der Bürger hören, ob die Verbindung in Richtung Pfarrgasse (südwestlicher Teil des Marktplatzes) aus Kostengründen für die Anlieger nur als einspurige Straße ausgeführt werden kann. Ein Anlieger befürwortete die Idee.

Im östlichen Teil des Marktplatzes variierten die drei Entwürfe. Alle sahen einen Platz mit einem kleinen Multifunktionsgebäude vor, das für kulturelle Veranstaltungen geeignet ist und auch als Bushaltehäuschen genutzt werden könnte. Bis auf Walter Schindler befürworteten alle Stadträte die letzte Version: Die Kreisstraße soll gleich hinter dem Kriegerdenkmal diagonal den Platz durchschneiden. Dadurch entsteht im östlichen Teil ein Platz für Veranstaltungen oder, wie von der IG gefordert, für Kinder zum Spielen. Vorgesehen sind ausreichende Kurvenradien, so dass auch große landwirtschaftliche Maschinen den Bereich gefahrlos passieren können.

Diskussion mit Bürgern

Die kurvenreiche Straßenführung verringert die Fahrgeschwindigkeit und trägt zur Verkehrsberuhigung bei. Haberberger stellte einige Schwachpunkte am Entwurf fest: So muss die Kreisstraße im Nordosten des Marktplatzes noch weiter von den Häusern weg verlegt werden. Hier fehlt der Parkstreifen zwischen Gehsteig und Kreisstraße.

Die Frage von Christa Tschirschnitz, ob Parkplätze im westlichen Bereich entstehen könnten, bejahte Haberberger. Allerdings könnte dann eine schmale Verbindungsstraße erforderlich sein, die laut Satzung auf die Anlieger umgelegt werden muss. In diesem Zusammenhang erklärte der Bürgermeister, dass mehrere Abrechnungsgebiete vorgesehen sind. Bei den Anliegern werde es leider eine "Mehrklassengesellschaft" geben, wenn es ans Zahlen geht. Anlieger an der Kreisstraße zahlen weniger, während andere, je nach Einstufung der anliegenden Straße, mehr zahlen müssen. Haberberger wies noch einmal darauf hin, dass nicht die wirklichen Kosten umgelegt werden, sondern bei der Beitragsberechnung fiktive Kosten für eine einfache Ausführung verwendet werden. Davon wird dann je nach Straßenklassifizierung ein Satz von 20 bis 80 Prozent umgelegt.

Horst Seiler (IG) wollte wissen, warum der Planentwurf der IG nicht weiterverfolgt wird. Haberberger entgegnete, dass mit dem aktuellsten Entwurf der Stadt auf viele Forderungen der IG eingegangen wurde. Die mehrheitliche Meinung des Stadtrats: "Aus Zeitgründen werde es keine Parallelplanung geben." Änderungen können beim Treffen am 17. Juli noch diskutiert werden. Die IG wollte zum Vorschlag des Stadtrats noch keinen Kommentar abgeben. Jörg Schläger forderte, eine neue Abstimmung bei den Marktplatzbewohnern durchzuführen. Da neue Erkenntnisse vorliegen, wäre es interessant zu wissen, wie viele der Anlieger die neueste Variante der Stadt unterstützen würden.

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