22.02.2018 - 20:00 Uhr
Neustadt am Kulm

Stadtrat Neustadt am Kulm bewilligt Anträge Große Nachfrage bei Baugebiet

Der "Run" auf die Parzellen des Baugebiets "Kulmblick" hat begonnen. In der Stadtratssitzung liegen dem Gremium gleich drei Anträge für Einfamilienhäuser mit Doppelgarage beziehungsweise Carports zur Begutachtung vor.

Nach nur vierjähriger Amtszeit musste Stadtrat Jörg Dollhopf (rechts) aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niederlegen. Bürgermeister Wolfgang Haberberger (links) dankte dem scheidenden SPD-Stadtrat für sein Engagement zum Wohle der Stadt.
von Autor OWProfil

"Das hat es in den letzten 25 Jahren nicht gegeben", wusste Bürgermeister Wolfgang Haberberger zu berichten. Noch drei weitere Bauwillige stehen schon in den Startblöcken und werden auch heuer mit dem Hausbau beginnen. In diesem Zusammenhang informierte das Stadtoberhaupt, dass in Kürze eine Werbetafel mit Infos über das Baugebiet aufgestellt wird. Auf der Webseite www.neustadt-am-kulm.de finden Interessierte zudem weitere Details. Hier kann auch eingesehen werden, welche Grundstücke bereits verkauft oder reserviert sind. Mit den Bauanträgen hatten die Vertreter des Stadtrats keine Probleme und gaben einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.

Familie unterstützen

Über eine Bauanfrage für ein Einfamilienhaus auf einem Bauernhof am Tremauer Weg gab es mehr zu diskutieren. Einig war sich das Gremium, dass das Bauvorhaben im Außenbereich der Bebauung liegt. Hier muss das Landratsamt entscheiden, ob es dafür eine Genehmigung gibt. Probleme bereitet auch die Abwasserentsorgung, da das Gefälle zum nächstgelegenen Abwasserschacht nicht ausreicht. Die Bauherren müssen dafür eine Hebeanlage einplanen. Stadtrat Hermann Preißinger (CSU-ÜW) riet, die junge Familie bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, in Neustadt sesshaft zu werden. Einstimmig befürwortete dann das Gremium das Bauvorhaben.

Schnelles Internet

Anschließend informierte der Bürgermeister, dass für den Bauhof ein neuer Kipper angeschafft wurde. Mit der Telekom und dem Bayernwerk hatten Besprechungen über den Zustand der Versorgungsleitungen am Marktplatz stattgefunden.

Beide Versorger hatten signalisiert, dass sie bereit wären, ihr Netz bei der Altstadtsanierung mit zu erneuern. Das bedeutet, schnelles Internet durch Glasfaserverkabelung und ein Abbau der Stromdachständer und Versorgung durch ein Erdkabel.

Demonstration

Während drinnen diskutiert wurde, demonstrierten draußen wie schon bei den Stadtratssitzungen im vergangenen Jahr die Mitglieder der Interessengemeinschaft gegen die Marktplatzsanierung. Stein des Anstoßes ist nach wie vor die Trassenführung der Kreisstraße und die geplante Einbahnstraße an der Sommerseite. Die Straße soll nicht näher an die Häuser rücken, und der Verkehr soll auch nicht durch die Sichelkurven behindert werden. Die Demonstranten kämpfen für ihren historischen Marktplatz. Sie wollen verhindern, dass aus ihrer Sicht die zweckmäßige Aufteilung zerstört wird und ihr Marktplatz dadurch "verschandelt" wird. (ow)

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