Streit um den Marktplatz in Neustadt am Kulm
Empfang auf der Kippe

Erneut wirdnächste Woche in Neustadt am Kulm demonstriert - sogar zweimal. (Foto: ow)
Politik
Neustadt am Kulm
07.01.2017
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Die Anwohner des Marktplatzes von Neustadt am Kulm lassen nicht locker. Kommende Woche demonstrieren sie erneut - sogar doppelt. Besonders ein Termin geht dem Bürgermeister gewaltig gegen den Strich.

Erneut ruft die Interessengemeinschaft der Marktplatzanwohner zu Demonstrationen gegen die Umgestaltungspläne des Stadtrats und des Bürgermeisters. Der erste der beiden Termine ist beinahe Routine, denn die Stadtratssitzung am Dienstag, 10. Januar, wird die dritte in Folge sein, vor der die Anwohner ihren Unmut über die Planungen für den Marktplatz öffentlich machen. Von 18.30 bis 19.30 Uhr werden sie vor dem Rathaus stehen. Bei den beiden bisherigen Terminen kamen bis zu 100 Unterstützer. Am Samstag, 14. Januar, wollen die Anwohner zudem den Neujahrsempfang der Stadt als Plattform nutzen. Vor der Veranstaltung wollen sie am Hof der früheren Schule stehen.

Besonders über diese letztere Ankündigung ist Wolfgang Haberberger erzürnt. Der Bürgermeister bringt sogar eine Absage des Empfangs ins Spiel. "Das behalte ich mir auf jeden Fall vor." Der Empfang sei als Dankeschön für die Ehrenamtlichen der Stadt gedacht. "Ich finde es unmöglich, diesen Termin zum Stimmungsmachen zu missbrauchen." Er wolle sich am Dienstag mit den Stadträten beraten, dann werde es eine Entscheidung zum Empfang geben.

Kein Verständnis für die Kritik des Bürgermeisters hat Christa Tschirschnitz. Ihr und den Mitstreitern von der Interessengemeinschaft der Marktplatzanwohner liege es fern, die Auszeichnung der Ehrenamtlichen zu stören. Die Gruppe werde sich nur vor der Veranstaltung positionieren. "Ich frage mich, wovor der Bürgermeister Angst hat? Wir werden auf jeden Fall demonstrieren", sagt Tschirschnitz.

Die Auseinandersetzung um die Sanierung des Markplatzes zieht sich seit mehren Jahren hin. Dabei geht es um die künftige Gestaltung des Platzes, vor allem die Straßenführung. Der vom Bürgermeister bevorzugte Plan sieht einen völlig neuen Straßenverlauf vor, die Mehrheit der Anwohner möchte aus verschiedenen Gründen nichts am Verlauf der Straße ändern.
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