18.01.2018 - 17:10 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Wechsel im Neustädter Stadtrat Pecher ersetzt Dollhopf

Aus gesundheitlichen Gründen muss Jörg Dollhopf sein Amt im Stadtrat von Neustadt am Kulm zurückgeben. Der erste Nachrücker auf der SPD-Liste hat einige Zeit nachgedacht - nun sagt er zu.

Andreas Pecher. Bild: exb
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Andreas Pecher hat viel überlegt, lange mit seiner Frau gesprochen - inzwischen ist die Entscheidung gefallen: "Ja, ich werde in den Stadtrat aufrücken." Der 42-Jährige folgt auf Jörg Dollhopf, der seinen Sitz aus gesundheitlichen Gründen zurückgeben muss. Bei der Kommunalwahl 2014 landete SPD-Mitglied Pecher auf Platz drei der Liste und war damit hinter Reiner Kopp und Dollhopf der erste Nachrücker. Er wolle sich nun nicht verweigern. "Den Wählerwillen sollte man nicht einfach ignorieren."

Dass er Bedenkzeit benötigte, hat mit Pechers beruflicher Situation zu tun. Als Abteilungsleiter in der Rechtsabteilung der Handwerkskammer Oberfranken in Bayreuth ist der Verwaltungsfach- und -betriebswirt eingespannt. Zusätzlich unterrichtet Pecher an den Meisterschulen der Handwerkskammer. "Ich bin dafür in ganz Oberfranken unterwegs." Das wirke sich bei der Arbeitszeit aus. "50 bis 60 Stundenwochen sind die Regel." Dennoch ist er begeistert von seinem Beruf. "Kein Tag ist wie der andere, man hat viel mit Menschen zu tun."

Pecher setzt darauf, dass ihm Erfahrung und Wissen aus dieser Tätigkeit auch in der Stadtratsarbeit helfen. Wichtig sei ihm, dass die Menschen in der Stadt wieder zusammenfinden, nachdem vor allem wegen der Auseinandersetzung um die Marktplatzsanierung oft Streit und Missgunst das Miteinander prägten. "Außerdem werde ich der jüngste Stadtrat im Gremium sein. Ich möchte deshalb den jüngeren Neustädtern eine Stimme im Gremium geben."

Andreas Pecher ist ein echter Neustädter. Als Wirtssohn wuchs er in der Gaststätte "Am Sandberg" auf. Er spielte bei der SpVgg Fußball, war zudem als Schriftführer im Verein aktiv. Für Engagement in Vereinen bleibt heute kaum mehr Zeit. Schließlich wartet neben dem Beruf zu Hause die Familie. Die Gattin und drei Töchter fordern ebenfalls ihr Recht am Papa.

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