23.10.2017 - 20:00 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Filchendorf feiert Kirwaleit lassen’s krachen

Genug Muskelkraft für das Aufstellen von gleich zwei Kirwabäumen haben die Filchendorfer. Und das Fest ist auch nicht schon nach einem Tag vorbei.

Mit viel „Hau Ruck“ und nur mit reiner Muskelkraft wurde der Kirwabaums von den Stärksten des Dorfes am Samstagnachmittag unter dem Kommando vom Plößner Sepp (links) vor der Adam-Porsch-Halle aufgestellt.
von Autor OWProfil

Filchendorf. Während die Kinder erstmals am Freitagnachmittag ihren kleinen Baum auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses aufstellten (siehe www.onetz.de/1789018), zogen die Großen am Samstag nach und hievten nur mit Muskelkraft ihren riesigen Kirwabaum vor der Adam-Porsch-Halle in die Höhe. Begonnen hatte die Feier bereits am Donnerstag. Die Feuerwehr hatte im Feuerwehrhaus das traditionelle Krenfleichessen vorbereitet. Nach dem Essen sorgten die "Weinwallfahrer vom Rauhen Kulm" musikalisch für einen zünftigen Kirwaeinstand. Am Freitag wurde es bunt. Die Kirwaboum und -madla luden vor allem die Jugend zum "Farbtanz" in die Adam-Porsch-Halle ein. Grell bemalt mit fluoreszierenden Schwarzlicht-Körperfarben sorgten sie zum Sound von "DJ LYM Breeze" für ein optisches Highlight.

Nach dem Aufstellen des Kirwabaums am Nachmittag heizte am Abend die Partyband "Sappralot" mit ihrem bunt gemischten Repertoire den Gästen ein. Beim Kirwa-Umzug am Sonntag schlüpften die Kirwaboum und -madla in ihre Tracht und zogen mit musikalischer Begleitung der "Weinwallfahrer vom Rauhen Kulm" durch das Dorf. An die applaudierenden Zuschauer wurden dabei "Original Filchendorfer Küchla" verteilt. Beim Feuerwehrhaus hielt der Zug an und die Kirwaleit zeigten am Baum der Kirwakids ihre Tanzkünste.

Nach dem Einzug in die Adam-Porsch-Halle warteten alle gespannt auf die Aufführung der "Lach- und Sachgeschichten aus dem Dorfleben". Dieses Jahr spielte sich das Geschehen am neuen Kinderspielplatz am Dorfweiher ab. Die beim Abschlussfest zur Dorferneuerung bunt bemalten Zaunlatten wurden lebendig und unterhielten sich mit den Enten und einem bunten Falter vom Dorfweiher über Gegebenheiten des Dorfes und der aktuellen Kommunalpolitik. So erzählten sich die Enten, dass der Stall eines Bauern anscheinend zu klein geworden war, denn seine Kühe nahmen Reißaus. Die Bummel des benachbarten Bauern haben dies bemerkt und wollten dann auch gleich auf Partnersuche gehen. Natürlich waren die Dorferneuerung und das Abschlussfest auch ein Thema. "Is scho schei worn unser Dorf", war die einhellige Meinung der Akteure.

Nicht begeistert waren die Zaunlatten von der Ablehnung des Neustädter Stadtrates, ein Feuerwehrauto gemeinsam mit den Feilersdorfern für Filchendorf zu kaufen. Obwohl der Kommandant die Unterlagen rechtzeitig ins Rathaus getragen hatte, wussten die meisten Stadträte nicht Bescheid.

Dass die Filchendorfer Rothelme mit ihrem langsamen Bulldog nicht einsatzfähig sind, hatte sich bei einem Brand in Preißach gezeigt. Der Trupp war so langsam, dass er auf dem halben Weg zum Nachbardorf wieder zurückgerufen wurde, denn der Brand war bereits gelöscht. Nach jeder Szene traten die Zaunlatten in den Vordergrund und sangen selbst getextete Lieder nach bekannten Melodien, die die Szene noch einmal zusammenfassten. Die Besucher belohnten den Auftritt mit langanhaltendem Beifall.

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