30.01.2017 - 20:00 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Heleferessen für 60 ehrenamtliche Kassierer des Kulm-Aussichtsturms Botschafter des Rauhen Kulms

Der Einladung zum Helferessen ins evangelische Gemeindehaus waren circa 60 ehrenamtliche Kassierer des Kulm-Aussichtsturms gefolgt. Bürgermeister Wolfgang Haberberger informierte die "Neustadtbotschafter" bei der Gelegenheit über das im Frühjahr entstehende Informationszentrum am Vulkan.

Beim Helferessen der Kulmhauskassierer stellte Bürgermeister Wolfgang Haberberger (stehend) die Planung des neuen "Kulmhauses" vor. Über der Stadt gelegen, hat man von diesem schönen Ambiente einen fantastischen Blick zum Kleinen Kulm, schwärmte das Stadtoberhaupt. Bild: ow
von Autor OWProfil

Seit vielen Jahren schon unterstützen die Vereine in der gesamten Gemeinde die Kommune, indem sie in den Sommermonaten an den Sonn- und Feiertagen Abordnungen stellen, die von den zahlreichen Besuchern am Aussichtsturm den Eintritt kassieren.

Die Gelder werden zum Unterhalt dieser und anderer touristischer Infrastruktur im Wandergebiet Rauher Kulm verwendet. Ein kleiner Teil des Obolus fließt in die Kasse des jeweiligen Vereins. Die Vereinsmitglieder machen ihren Dienst ehrenamtlich. Für ihre Leistung wurden sie deshalb als Dankeschön vom Stadtoberhaupt eingeladen.

Wolfgang Haberberger bedankte sich auch bei Stadtrat Helmut Schäffler. Er erstellt und verwaltet jährlich eine Liste, in der die Dienste am Kulmhaus eingetragen sind. Den Vereinen ist es überlassen, mit welcher Mannschaft sie diese Aufgabe bewältigen. Üblich ist eine Schicht von drei Stunden. Viel Zeit zum Genießen der herrlichen Aussicht haben die Kassierer nicht, denn sie beantworten auch die vielen Fragen der Besucher: "Wie hoch ist der Aussichtsturm?" oder "Wie viele Stufen führen nach oben?" Als kleine Hilfe stellte Schäffler einen Spickzettel vor, auf dem die wichtigsten Informationen zusammengestellt sind.

Die Kulmhaus-Kassierer seien "touristische Botschafter", so der Bürgermeister, "die wertvolle Informationen an die Besucher weitergeben und so ein positives Image für die Stadt vermitteln." Deshalb gab er den Anwesenden eine Übersicht über das neue Kulmhaus. Schon im März soll der Spatenstich erfolgen. Oberhalb des Sandloches beim ehemaligen Bauhof wird eine touristische Anlaufstelle entstehen, in der den Wanderern neben Informationen auch kleinere Speisen und Getränke angeboten werden. In der Investition von 760 000 Euro ist auch der Bau von 39 Parkplätzen enthalten. Umrahmt wird das moderne Gebäude von einer Terrasse, die mit Stelzen die Schräglage des Hanges überwindet.

Mit dieser Bauart wurde ein ökologisch verträglicher Eingriff in die Natur vorgesehen. Von hier aus haben die Besucher einen hervorragenden Blick auf den Kleinen Kulm, bei guter Sicht sogar bis in die Fränkische Schweiz. Der Innenraum wird eine Größe von über 100 Quadratmeter haben, damit dort auch genügend Ausstellungsraum zur Verfügung steht. Der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald und der Geopark Bayern-Böhmen sowie das Archäologenteam um Dr. Hans Losert unterstützen das Vorhaben und werden nach Fertigstellung auch die Ausstellungsmöglichkeiten nutzen. Für die Besucher ist auch eine von außen zugängliche öffentliche Toilette geplant. Nach der Fertigstellung soll das Haus von einem Pächter betrieben werden.

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