In die Zukunft investiert
Neuer Hochbehälter geht ans Netz

Zur Einweihung des neuen Hochbehälters begrüßte Verbandsvorsitzender Roland Hörl (Mitte, blauer Pullover) neben den Verbandsräten und den Bürgermeistern Albert Nickl (Speinshart, vordere Reihe rechts) und Wolfgang Haberberger (Neustadt am Kulm, vordere Reihe links) auch den Planer Hannes Oberndorfer (hintere Reihe rechts) und den Vertreter der ausführenden Firma Stefan Prösl (vordere Reihe, Zweiter von rechts). Josef Wiesent (vordere Reihe, Dritter von rechts) erläuterte die Details des Bauwerks. Bild: ow
Vermischtes
Neustadt am Kulm
11.09.2017
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Der Wasserzweckverband zur Wasserversorgung der Seitenthaler Gruppe hat seine Versorgungssicherheit verbessert und in Haselbrunn einen neuen Hochbehälter gebaut. Für die Wasserabnehmer gibt es eine gute Nachricht.

Haselbrunn/Speinshart. Die 500 000 Euro teure Anlage ist schon aus Rücklagen bezahlt. Deswegen werden keine Bescheide für einen Ergänzungsbeitrag an die Bürger versendet. Der momentane Wasserpreis von nur 88 Cent pro Kubikmeter wird auch nicht angehoben.

Zur Einweihung des Bauwerks begrüßte Verbandsvorsitzender Roland Hörl neben den Verbandsräten auch die Vertreter der Baufirma, des Planungsbüros des Wasserwirtschaftsamts und des Gesundheitsamts sowie Pater Adrian, der die kirchliche Weihung vornahm. Der Seelsorger bezeichnete das Wasser als wichtiges Element des Lebens. Dieses Urelement sei ein hohes Gut, mit dem sorgsam umgegangen werden müsse. Bei uns ist sauberes Wasser fast eine Selbstverständlichkeit. In anderen Teilen der Erde ist dies nicht der Fall. Deshalb wurde 2010 das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser in die allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Als Mitglied der Klosterbläser sorgte Pater Adrian anschließend mit für die musikalische Umrahmung der Zeremonie.

Anschließend bedankte sich Hörl bei der ausführenden Firma Prösl aus Eschenbach für die Arbeit am Hochbehälter und beim Ingenieurbüro Wolf und Oberndorfer für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Planung des Projekts. Dankesworte hatte der Verbandsvorsitzende auch für Familie Walberer: Sie hatte den Bau erst ermöglicht, indem sie die dafür benötigte Fläche verkauft hatte. Ein besonderes Lob galt Josef Wiesent, der bis vor kurzem noch die Leitung des Wasserzweckverbandes innehatte und dieses Amt vor einigen Wochen abgab. Wiesent hatte das Projekt initiiert und bei der Planung, Bauüberwachung bis zur Abnahme viele Stunden investiert.

In seiner Ansprache beschrieb Wiesent die Anlage. Der Hochbehälters liegt 520 Meter über dem Meeresspiegel und versorgt mit einem 450 Kubikmeter fassenden Wasservolumen mit fünf Bar Druck bei natürlichem Gefälle das Verbandsgebiet. Dazu gehören die Dörfer der Gemeinde Speinshart und die Ortsteile der Stadt Neustadt am Kulm, Scheckenhof und Filchendorf. Der an gleicher Stelle gelegene alte Hochbehälter mit einem Fassungsvolumen von nur 250 Kubikmetern entsprach nicht mehr den Anforderungen und war zudem zu klein. Im Laufe der Jahre war der Wasserverbrauch gestiegen. Der momentane Tagesbedarf des Versorgungsgebietes in den heißen Sommermonaten liegt bei 300 Kubikmetern. Zusätzlich muss für den Brandschutz eine Wasserreserve von 150 Kubikmetern vorhanden sein.

Bei der Planung war schnell klar, dass ein Neubau wirtschaftlicher ist als eine Sanierung und Erweiterung der alten Anlage. So konnten die Wasserabnehmer noch während des Baus vom alten Behälter versorgt werden. Dann wurde umgeschlossen und die Firma Bitterer aus Eschenbach konnte den alten Hochbehälter abreißen. Wiesent wünschte dem Zweckverband, dass dieses Bauwerk noch viele Jahre genutzt werden könne und dass immer ausreichend Wasser vorhanden sei.
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