Rathaussanierung in Neustadt am Kulm
"Auftakt der Marktplatzsanierung"

Wolfgang Haberberger zeigt im neu renovierten Sitzungssaal auf die Stelle des Bodens, in der die Kabel verlegt wurden.
Vermischtes
Neustadt am Kulm
21.02.2018
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Die älteste erhaltene Steinform des Stadtwappens. Einst zierte der Stein das untere Stadttor, nach dessen Abriss wurde er im Rathaus verbaut. Seit dessen Sanierung wird der Stein nachts beleuchtet.

2017 hat die Sanierung des Neustädter Rathauses begonnen. Größtenteils ist sie nun beendet. Bürgermeister Wolfgang Haberberger findet das Projekt ist gelungen. Vor allem sieht er darin einen Auftakt für Weiteres.

Mit einer relativ kurzen Planung von einem halben Jahr hat die Sanierung im Sommer 2017 begonnen. Nun ist sie im Großen und Ganzen vollendet. Nur einige Details müssen laut Bürgermeister Wolfgang Haberberger noch fertiggestellt werden. Die Gesamtkosten betragen etwa 235 890 Euro. Die Kosten wurden nicht nur eingehalten, sondern sogar über 10 000 Euro unterschritten, erklärt der Bürgermeister Neustadts stolz.

Das teuerste Einzelgewerk war die Erneuerung der Dacheindeckung für 79 489 Euro. Mehrere Faktoren haben letztendlich eine Erneuerung notwendig gemacht. Zum einen hat der Denkmalschutz zur Sanierung gedrängt. Laut Haberbergers Angaben haben sich die Mieter ebenfalls beschwert. Sie mussten mit feuchten Wänden und schlechter Dämmung leben. Hinzu kommt, dass das Dach des Rathauses mit asbesthaltigem Material gedeckt war. Eine energetische Sanierung war ebenso notwendig, um Energie sparen zu können.

Während der Sanierung gab es auch einige Schwierigkeiten. Die Plane des bereits abgedeckten Daches löste sich nach einem Schüttregen. Dadurch entstand ein schwerer Wasserschaden. Die Versicherung übernahm am Ende die angefallenen Kosten. Des Weiteren war die komplette Fassadenumgestaltung generell aufwendig und umfangreich. Haberberger ist froh über die Mitarbeiter des Bauhofes, deren "hervorragende Leistung" auch dieser Teil der Umgestaltung gelingen habe lassen.

Der komplizierteste Bauabschnitt während der Erneuerung war die Fensterneugliederung in der Westfassade. Auch im Sitzungssaal hat sich einiges geändert. Die Kabel wurden in den Boden verlegt, so dass sie nun nicht mehr sichtbar sind. Das Zimmer wurde blau und weiß gestrichen. Zusätzlich wurde ein neuer Boden verlegt und die Decke erneuert. Der Denkmalstein, den man außerhalb rechts neben der Eingangstür der Arztpraxis betrachten kann, ist noch vom alten Rathaus aus den 1970er Jahren erhalten und ist nun auch durch eine stimmige Beleuchtung in der Nacht sichtbar.

Bürgermeister Wolfgang Haberberger ist sehr zufrieden mit der Sanierung: "Das ganze Projekt ist sehr gelungen." Er Bau befinde sich nun im Einklang mit dem Ortsbild. "Der Auftakt der Marktplatzsanierung ist mit dem fertig sanierten Rathaus sozusagen geschaffen. Der Kern der Marktplatzsanierung ist damit schon vollendet", sagt der Mockersdorfer außerdem. Für Haberberger ist vor allem die Westfassade gut gelungen. Außerdem erwähnt er, dass die gute Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde vieles möglich gemacht habe.

Nicht nur der Bürgermeister Neustadts ist mit der Sanierung zufrieden. Aus seiner Sicht finden auch viele Bürger und Bewohner die Maßnahme gelungen und schön. Und auch von den Mietern der Wohnungen im Rathaus kamen bisher positive Rückmeldungen. Ihre Wohnungen bekamen einen neuen Anstrich und wurden zusätzlich mit Rauchmelderanlagen ausgestattet. Außerdem ist unter anderem durch die neuen grauen Lärchenholzfenster eine verbesserte Dämmung entstanden. "Die energetische Sanierung ist somit gelungen."
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