27.02.2018 - 20:00 Uhr
Neustadt am Kulm

Stellvertreter übernimmt mehr Verantwortung Vor der Auflösung gerettet

Ein hartes Stück Arbeit wartet bei den Neuwahlen des Vorstands der Krieger- und Soldatenkameradschaft auf den Wahlausschuss. Die drohende Auflösung des Vereins kann aber gerade noch abgewendet werden.

Die Ehrungen langjähriger Mitglieder standen bei der Krieger- und Soldatenkameradschaft Mockersdorf an. Für 50-jährige Treue wurde Josef Ziegler (vorne, links) ausgezeichnet. Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Gerhard Müller (vorne, Zweiter von links), Alois Wagner (vorne, rechts) sowie Karl Deubzer (hinten, Zweiter von rechts) Anerkennung. Bilder: ww (2)
von Werner WalterProfil

Mockersdorf. Schließlich war es nicht nur ein Stein, sondern ein großer Felsbrocken, der dem Wahlausschuss, bestehend aus Kreisvorsitzendem Thomas Semba und Bürgermeister Wolfgang Haberberger, vom Herzen fiel. Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden war notwendig geworden, weil sich die bisherige Vereinsspitze, Josef Gmelch, nicht mehr zur Verfügung stellen konnte: Er war vor kurzem mit seiner Familie nach Paraguay ausgewandert.

Zunächst war jedoch niemand bereit, für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren. Also zäumten die Wahlleiter "das Pferd von hinten auf". Dabei stellte sich heraus, dass alle Ämter vom stellvertretenden Vorsitzenden bis zu den Kassenrevisionen hätten besetzt werden können. Nur nicht das Amt des Vorsitzenden. Schließlich war es der bisherige Stellvertreter Alois Kausler, der sich mit den Worten "Wir können unseren Verein doch nicht untergehen lassen" bereiterklärte, für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren.

Sowohl Kreisvorsitzender Thomas Semba als auch Bürgermeister Wolfgang Haberberger sicherten Kausler ihre Unterstützung zu. Nun war aber das Amt des Stellvertreters vakant. Trotz längerer Suche und Diskussionen erklärte sich niemand bereit, weshalb der Verein diesen Punkt bei der Herbstversammlung neu auf die Tagesordnung nehmen will.

Schließlich wurde Alois Kausler zum Vorsitzenden gewählt. Kassier ist Wendelin Leiter, Schriftführer Norbert Kaußler. Als Fahnenträger fungiert Manfred Brandl, als Fahnenbegleiter Ewald Walter und Martin Walter. Kassenrevisoren sind Wolfgang Brandl und Gerhard Müller (Schuster).

Bürgermeister Wolfgang Haberberger dankte allen, die im neuen Vorstand Verantwortung übernehmen. Auch Kreisvorsitzender Thomas Semba war erfreut, dass die Kameradschaft mit ihrem neuen Vorsitzenden weiter Bestand hat. Er gab noch bekannt, dass die Kreisversammlung am 20. April um 19.30 Uhr in Mehlmeisel stattfindet. Der genaue Tagungsort wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Im Fokus der Versammlung stand zudem der Bericht über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Kausler nannte hier unter anderem die Teilnahme an Veranstaltungen wie Vorstandssitzungen und Herbstversammlung. Kürzlich haben die Mitglieder zudem den bisherigen Vorsitzenden, Josef Gmelch, nach Paraguay verabschiedet. Wendelin Leiter habe einmal mehr die Kriegsgräbersammlung organisiert. Hierbei kamen 291 Euro zusammen. Dem anschließenden Kassenbericht von Leiter konnte entnommen werden, dass die Kameradschaft gut gewirtschaftet hatte.

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Ehrung von Mitgliedern. Für 50-jährige Treue wurde Josef Ziegler mit einer Urkunde und der Treuenadel in Gold ausgezeichnet. Für 40 Jahre erhielten Karl Deubzer, Alois Wagner und Gerhard Müller (Schuster) Anerkennung. Nicht anwesend waren Wolfgang Heindl und Georg Ziegler. Ihre Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft wird nachgeholt. In seinem Ausblick auf das Jahr 2018 informierte Kausler, dass der Volkstrauertag der Stadt in diesem Jahr in Mockersdorf stattfindet. Der Verein sei für das Kulmhaus-Kassieren am 22. und 29. April eingeteilt. Freiwillige können sich bei ihm melden.

Auch nehme er Anmeldungen für eine dreitägige Berlinfahrt von 27. bis 29. April entgegen. Die Kosten hierfür belaufen sich inklusive zwei Übernachtungen auf 159 Euro. Darin eingeschlossen ist ein Besuch des Bundestages.

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