Wolfgang Haberberger leitet Jagdgenossenschaft Neustadt am Kulm
Seit zehn Jahren Jagdnotvorstand

Mit einer Flasche Wein gratulierten die Jäger ihrem "Jagdnotvorstand" zum zehnjährigen Amtsjubiläum: (von links) German Künneth, Karl-Heinz Böhm, Wolfgang Haberberger, Ernst Gebhardt und Udo Geissler. Bild: ow
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Neustadt am Kulm
20.03.2018
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In der jüngsten Jagdversammlung der Kulmstadt geht es harmonisch zu. Das liegt auch an einem Jubiläum, zu dem die Jäger Bürgermeister Wolfgang Haberberger gratulieren.

Haberberger ist seit zehn Jahren Jagdnotvorstand. Jagdpächter Karl-Heinz Böhm dankte ihm mit einer Flasche Wein. Die Jagdgenossen sind mit der Arbeit des Bürgermeisters als Notvorstand zufrieden. Beim Tagesordnungspunkt "Neuwahlen" wollte ihm keiner das Amt streitig machen. Auch für die anderen Posten im Vorstand gab es keine Bewerber. So leitet Haberberger weiterhin die Geschicke der Jagdbogen I und II von Neustadt am Kulm. In seiner Person ist dann auch der gesamte Vorstand vereinigt: Haberberger ist auch Schriftführer, Kassenwart, Katasterverwalter und Wildschadensregler.

In seinem Jahresrückblick informierte Haberberger, dass im vergangenen Jahr keine Wildschäden gemeldet wurden. Weiterhin berichtete er, dass er vom Vermessungsamt das neueste Jagdkataster und vier Flurkarten der Jagdbögen erhalten hat. Zur Schweinepest erklärte Böhm, dass dieses Thema von den Medien übertrieben werde. Die Schweinepest sei derzeit 350 Kilometer von der Ostgrenze Bayerns entfernt. Grund zur Panik gebe es nicht. Zur Verwendung des Jagdpachtschillings regten Böhm und Haberberger an, Geld für die Sanierung von Wegen bereitzustellen. Jagdgenosse Josef Besold schlug vor, die Wege vor Ort zu inspizieren und eine Prioritätenliste der zu sanierenden Wege anzufertigen. German Künneth und Wolfgang Schäffler erklärten sich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Landwirte, die zu sanierende Wege melden wollen, sollen die beiden kontaktieren. Der Vorschlag des Jagdnotvorstands, 3000 Euro für die Wege zur Verfügung zu stellen, wurde einstimmig angenommen. Mit dieser Summe wird auch ein Antrag an die Stadt gestellt, die noch einmal die gleiche Summe für den Erhalt der Wege beisteuern soll.

Böhm freute sich, dass es vergangenes Jahr nur kleinere Wildschäden gab. Diese wurden einvernehmlich mit den Grundstückseignern geregelt. Außerdem wurden 12 Stück Rehwild geschossen, 4 Rehe wurden überfahren. 7 Wildsauen, 6 Feldhasen, 18 Stockenten, 4 Eichelhäher und 5 Kormorane wurden ebenso im Jagdbogen I erlegt. Der Pächter des Jagdbogens II, German Künneth, berichtete von 13 erlegten Rehen, davon waren 3 Stück Fallwild. Hasen wurden 4 erlegt. Darüber hinaus wurden 6 Marder, 2 Fischreiher, 15 Krähen, 26 Stockenten, 15 Füchse und 3 Eichelhäher geschossen.
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