10.07.2017 - 20:18 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Fritz Karg im Alter von 82 Jahren gestorben Entlohnung im Himmel

Viele Neustädter können es nicht glauben, dass sie auf einen engagierten und liebenswürdigen Mitbürger verzichten müssen. Wann immer Fritz Karg helfen konnte, war er zur Stelle. Vielen Vereinen hat er mit seinen Schnitzereien eine bleibende Erinnerung zukommen lassen. Die Theatergruppe "Schabernak" muss auf ihr Ehrenmitglied und ihren Bühnenbildner verzichten und die Historische Stadtführung auf ihren Maler Thaddäus Rabusky. Der bekennende Protestant hat nicht nur seiner Kirche Holzschnitzereien, Weinstock und Reben an der Altarwand, die Luther-Rose sowie die große Weihnachtskrippe hinterlassen, auch zahlreiche Heiligenfiguren aus dem Bereich der katholischen Kirche tragen seine Handschrift. Helfen war sein Metier. Stolz überreichte ihm Bürgermeister Rupert Troppmann 2009 als ersten Neustädter die Bürgermedaille.

Ob als Maler oder Schnitzer, wo Fritz Karg gebraucht wurde, sprang er gerne ein. Bild: krb
von Autor KRBProfil

Am 29. Juni ist Karg im Alter von 82 Jahren gestorben. Um ihn trauern seine Frau Renate, die Söhne Thomas und Martin sowie Tochter Christine mit ihren Familien. Am 27. Mai 1935 in Büttelbronn/Franken geboren, kam Karg beruflich nach Neustadt. Bis zum Eintritt in die Rente war er als Stationspfleger in der Thoraxchirurgie in Wöllershof beschäftigt.

Karg ging stets mit offenen Augen durch die Stadt oder fuhr mit dem Fahrrad. Immer wenn er ein verwittertes Marterl oder einen älteren Bildstock sah, musste er einfach helfen. Für die Aufführungen der Theatergruppe "Schabernak" schuf der Künstler die Bühnenbilder. Wie auf den Leib zugeschnitten war die Rolle, die Karg bei den Historischen Stadtführungen spielte. Er stellte den Neustädter Maler Thaddäus Rabusky dar. Beim Dialog mit dem Fürsten ging es auch um die Gage. Karg: "Mit der Bezahlung ist es immer so eine Sache. Wir Künstler werden unsere gerechte Entlohnung im Himmel bekommen."

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 14. Juni, um 13 Uhr in der Martin-Luther-Kirche statt. Anschließend ist Urnenbeisetzung.

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