15.03.2018 - 11:32 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Schützenvereine im Oberpfälzer Nordgau werben um junge Leute Nachwuchs im Visier

Fast alle 37 Schützenvereine des Oberpfälzer Nordgaus im Bayerischen Sportschützenbund (BSSB) lassen sich im Eichenlaub-Schützenheim sehen. Gute Voraussetzungen für eine zügige Neuwahl.

Viele Ehrenzeichen vergibt der Oberpfälzer Nordgau an verdiente Sportschützen. Bild: arw
von Werner ArnoldProfil

Mit der Wahl von Gerd Voit (SG Heimatfreunde Mooslohe Weiden) zum stellvertretenden Gausportleiter, sowie Reinhard Reichl (SG Eichenlaub Meerbodenreuth) zum Gau-Standartenträger ist das Gauschützenmeisteramt nun komplett. Vorne dran steht erster Gauschützenmeister Wolfgang Weiß.

Als Gastgeber von Eichenlaub begrüßte erster Norbert Schwarz die Gäste. Er bat um zahlreiche Beteiligung an den Gaumeisterschaften, die anlässlich des Stadtjubiläums in Neustadt ausgetragen werden. Der genaue Zeitplan geht den Vereinen in den nächsten Tagen zu. Bürgermeister Rupert Trottmann betonte, dass die Schützenvereine sehr wichtig für Sport und Tradition seien. Respekt zollte er den sportlichen Leistungen. Außerdem lerne der Nachwuchs in den Vereinen den richtigen Umgang mit den Sportwaffen.

Landtagsabgeordnete Annette Karl sprach von einem "lebendigen Schützensport". Er müsse für die jungen Menschen attraktiv sein. "Leistungen werden durch Ehrungen anerkannt. Das ist besser als ein feuchter Händedruck."

Sportehrenpräsident Herbert Tischler überbrachte die Grüße des Stadtverbandes Weiden. Stellvertretender Bezirksschützenmeister Peter Moll berichtete über den Behindertenstützpunkt für den Schießsport, der im Höllenhof bei Obertraubling am 5. Mai seiner Bestimmung übergeben wird. Tag der offenen Tür ist ab 14 Uhr.

Gauschützenmeister Weiß sprach von einem Jahr der Einarbeitung für das Schützenmeisteramt und dem Knüpfen von Kontakten zu den Vereinen im Oberpfälzer Nordgau. Zum Jahresende zählte der Gau in seinen Reihen 3950 Mitglieder, davon 1218 Damen und 829 Jugendliche und Schüler. Mit 11 Neumitgliedern sticht Eichenlaub Pressath besonders heraus.

Die Vereine investierten im letzten Jahr 36 700 Euro mit 1234 Arbeitsstunden. Doch dies wird in den kommenden Jahren nicht ausreichen. Mehr Nachwuchswerbung ist das Gebot der Stunde. Nur wer mit moderner Technik und Einrichtung glänzt, kann Interesse wecken. Weiß berichtete von Verbandsangelegenheiten auf Landes- und Bezirksebene. Das Mitgliederverwaltungsprogramm ZMI ist bereits aktiviert.

Werden die Preisgelder, die im Vereinsfach in der Geschäftsstelle in Weiden liegen, nicht abgeholt, werden sie am Ende des Jahres der Jugendkasse zugeführt. "Mit dem Gauball wollen wir unsere Schützen entsprechend in der Öffentlichkeit gebührend darstellen. Oder soll die Traditionsveranstaltung ganz wegfallen? Die Beteiligung muss besser werden," forderte Weiß.

Enttäuscht ist Weiß auch von der Beteiligung am letzten Gauschießen. "Nicht mal 200 Schützen, das ist beschämend. Die traditionellen Werte sollten gepflegt werden und eine Teilnahme selbstverständlich sein."

Die goldene Verdienstnadel des DSB erhielt Heribert Döppl von Edelweiß Letzau. Das BSSB-Protektorabzeichen in Silber ging an Christian Reichl von "Eichenlaub" Meerbodenreuth, Bettina Kaldau von Adler Mitterhöll sowie Birgit Eckstein von Hubertus 1957 Weiden. BSSB- Abzeichen in Gold-Rot bekamen Reinhard Albrecht von Hubertus Ullersricht, Walter Kellner von Hubertus Weiden und Norbert Schwarz von Eichenlaub Neustadt/WN.

BSSB-Ehrungen in Anerkennung verdienten sich Thomas Busch von Eichenlaub Pressath und Stefan Kummer von Eichenlaub Meerbodenreuth. Über die kleine goldene Verdienstnadel freut sich Klaus Leipold von Hubertus 1957 Weiden, über die große silberne Ehrennadel Harald Frischholz von Freiheit Neunkirchen. Kleine goldene Verdienstnadel erhielten ferner Dieter Pommeranz von Eichenlaub Schlammersdorf. Die Nadel in Verbundenheit bekam Iris Kraus aus Floß und Markus Kulikow aus Wurz.

Nicht mal 200 Schützen, das ist beschämend.Schützenmeister Wolfgang Weiß über die Beteiligung am jüngsten Gauschießen.

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