Vier Tage lang Faschingsgaudi
Neustadt erwartet Rekordzug

Beim Ostbayerischen Faschingszug in Regensburg proben Prinzessin Elisabeth III. und Prinz Tobias I. schon mal für einen närrischen Umzug. Aus logistischen Gründen ziehen sie im Cabrio durch die Domstadt. Am Sonntag in Neustadt haben sie den Ehrenplatz unterm Baldachin am Prunkwagen. Bild: bgm

Einen Teilnehmerrekord erwartet der Neustädter Faschingsverein für den großen Umzug an diesem Sonntag. Julian Kuttner und Kevin Hammer, die für die Organisation hauptverantwortlich sind, kommen auf 70 Startnummern.

Darunter befinden sich sechs Faschingsgesellschaften, die sich mit ihren Prinzenpaaren auf herrschaftlich hergerichteten Wagen dem närrischen Volk präsentieren wollen. Zugesagt haben Gruppierungen aus Botzersreuth, Plößberg, Reuth, Vohenstrauß, Windischeschenbach sowie die Pfadfinderfaschingsgesellschaft Neuhaus.

Bürgermeister Rupert Troppmann begrüßt die Prinzenpaare bereits am Vormittag bei einem Empfang im Rathaus. Für alle anderen beginnt ab 13 Uhr die Aufstellung in der Flosser Straße. Ab 13 Uhr ist außerdem die Ortsdurchfahrt gesperrt, so dass später eintreffende Zugteilnehmer über den Mühlbergtunnel und die Umgehung anreisen müssen.

Unter den Akteuren dürften die Flosser Feuerwehr und eine Gruppe aus Störnstein mit jeweils einem Sattelschlepper wohl die größten Gefährte aufbieten. Während die Störnsteiner den Abschluss des Zugs bilden, setzt sich die Feuerwehr Neustadt gefolgt vom Spielmannszug Erbendorf an dessen Spitze. Zweimal wird außerdem das Thema "800 Jahre Neustadt" aufgegriffen. Ein Wagen ist noch streng geheim, weil es eine besondere Überraschung werden soll. Der ganze närrische Tross setzt sich um 14 Uhr in Bewegung. Schon ab 15 Uhr kann dann bei der After-Zug-Party im Parkdeck für zwei Euro Eintritt weitergefeiert werden.

Faschingszug und After-Zug-Party sind für viele sicherlich der Höhepunkt der "fünften Jahreszeit", die einzigen Veranstaltungen bis Aschermittwoch sind es aber keineswegs. Am Samstag, 10. Februar, wird es bei der Mobilmachung ernst. Eine Reihe von Aktiven, altgedienten Faschingsveteranen und Freunden des Vereins trifft sich um 14 Uhr beim Gasthaus "Weißes Rössl", um mit musikalischer Begleitung der "Neuhauser Boum" zum Stadtplatz zu ziehen, wo Gendarm Haslbeck alias Karl-Heinz Bock die Spielregeln für das närrische Treiben erklären wird.

Den Rosenmontag, 12. Februar, nutzt der Verein, um mit diversen Abordnungen bei verschiedenen Firmen vorstellig zu werden. Am Faschingsdienstag, 13. Februar, werden die Regenten Tobias I. und Elisabeth III. von Katertreu einen Teil ihrer Macht an die Zivilverwaltung zurückgeben. Beim Rathausfasching trennen sie sich von Stadtkasse und -schlüsseln, bevor der Verein zum Faschingszug nach Plößberg weiterreist. In der Kreisstadt steigt um 14 Uhr der städtische Kinderfasching in der Stadthalle. Der Eintritt ist frei. Ein letztes Mal wird der Hofstaat schließlich am Abend beim Kehraus zu sehen sein, wo der Fasching noch vor Mitternacht zu Grabe getragen wird. Vor der Trauerzeremonie sorgen "Fidi & Rich" für Stimmung. Beginn ist um 19 Uhr.

"Es rauscht alles an einem vorbei", sagt Prinzessin Elisabeth. Einerseits wegen der kurzen Saison, aber insbesondere, weil es als Prinzessin doch ein ganz besonderes Erlebnis sei. Ihr persönlicher Höhepunkt war bislang das Prinzengardetreffen, das erstmals der Neustädter Verein ausgerichtet hatte.

Ähnlich sieht es Prinzgemahl Tobias. "Das hat richtig Spaß gemacht, vor allem der Ordenstausch mit den anderen Prinzenpaaren", pflichtet der Regent bei. Anstrengend sind für ihn die vielen Verpflichtungen übrigens gar nicht: "Wenn man so faschingsbegeistert ist, dann stehen einfach der Spaß und die Freude im Vordergrund."
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