20.02.2018 - 16:16 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Ausstellung über ehemalige Gaststätten Wirthauskultur verblüht

Die einst blühende Wirtshauskultur in der Kreisstadt geht immer mehr verloren. Der Oberpfalzverein erinnert in einer Ausstellung an längst nicht mehr existierende Gastronomiebetriebe.

Der Oberpfalzverein mit Ernst Umann, Roswitha Jobst, und Conny Meyer (von links) haben im Rahmen der 800-Jahrfeier der Stadt eine interessante Ausstellung über Wirtshauskultur organisiert. Mitwirken werden Bertram Erhard (Mitte) und Kulturreferent Max Peter (rechts).
von Hans PremProfil

"Die alte Wirtshauskultur geht immer mehr verloren. Diejenigen, die etwas darüber erzählen können, werden immer weniger", sagt Bertram Erhard, Leiter der Neustädter Filiale der Volksbank/Raiffeisenbank. Mit Ernst Umann, dem Vorsitzenden des Oberpfalzvereins, kümmert er sich um das Projekt im Rahmen der 800-Jahr-Feier.

Aus der Idee ist eine sehenswerte Ausstellung entstanden, die am Freitag, 9. März, um 19 Uhr mit einer Vernissage in der Neustädter Filiale eröffnet wird. Die Veranstaltung lebt nicht nur von den Ausstellungsgegenständen, sondern wird aufgelockert durch humorvolle Geschichten, Gesang und Musik.

Die Organisatoren Umann, Roswitha Jobst und Conny Meyer haben viele originelle Dokumente, Fotografien und Exponate, die das Wirtshausleben in 14 Neustädter Gaststätten abbilden, zusammengetragen und in einer Ausstellung vereint. Zu sehen ist zum Beispiel ein Auszug aus der Speisekarte des Gasthauses "Zur Krone", auf der sich zehn verschiedene Variationen mit Knackern wiederfinden.

Ernst Umann hat den Rausch in neun Abstufungen, frei nach Aloysia Rebel, in einem Gemälde festgehalten. Weiter zu sehen ist eine Werbung für ein Gartenkonzert beim "Bäumler-Bräu" oder ein Dokument über Tavernengerechtigkeiten von 1593 bis 1890.

Nach der Einführung durch Umann wird Kulturreferent Max Peter amüsante Geschichten über das Wirtshausleben zum Besten geben. Wer den Humor des CSU-Stadtrats kennt, darf sich schon jetzt auf humorvolle Schmankerl freuen. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von der "Neisteder Zoiglmusi" und dem "Irta Zwoag'sang". Die Bevölkerung ist eingeladen. Die Ausstellung kann dann noch zu den üblichen Banköffnungszeiten bis 23. März besucht werden.

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