03.04.2018 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Buch über Neustädter Maler Rabusky-Werke auf 100 Seiten

Das Jubiläumsjahr der Kreisstadt kann auch einen kunsthistorischen Glanzpunkt setzen: Pünktlich zu seinem Geburtstag am 6. April wird das Buch über den Neustädter Maler Thaddäus Rabusky fertig werden.

Hermann Wild präsentiert Bilder von Thaddäus Rabusky. In seinem Buch, das am 10. April erscheint, stellt er alle Werke des Neustädter Malers vor. Bild: krb
von Autor KRBProfil

Autor ist der Kunsterzieher a. D. Hermann Wild, Herausgeber der Museumsverein. In dem 100-seitigen Werk sind über 250 Abbildungen, alle in Farbe, zu sehen. Der Preis für ein Buch beträgt 19,90 Euro bei einer Auflage von 500 Stück. Für den Druck war die Druckerei Kollerer verantwortlich.

Jedes Bild von Rabusky, das bis jetzt entdeckt ist, wird in dem neuen Buch abgebildet, verortet und besprochen, sowohl inhaltlich als auch künstlerisch. Da die Bilder im ganzen Landkreis und darüber hinaus aufgehängt sind, ist das aufwendig gestaltete Werk nicht nur ein Kunstbuch, sondern auch eine Lektüre über die religiöse und kulturelle Vergangenheit der Heimat. Gefördert wurde der Band vom Bezirk Oberpfalz sowie von Landrat Andreas Meier.

Kernpunkt des Werks sind die Vorstellung der kulturellen Schätze und das Wissen darüber. Die Identifizierung mit der Heimat ist an ein solches Wissen geknüpft. Rabusky, geboren am 6. April 1776, ist ein echter Neustädter. Zwar wanderte sein Großvater zu, doch seine Großmutter stammte aus Moosbach. Bis zu seinem Tod 1862 malte er, zuletzt auf dem Oberfahrenberg und in Mantel in der Moritzkirche.

Viele Aufträge

In allen bedeutenden Kirchen des Landkreises hängen seine Bilder, die zwar geschätzt sind, der Künstler ist aber als Schöpfer weitgehend in Vergessenheit geraten. Alle werden sie im Buch wieder ins Licht der Öffentlichkeit geholt. Dass er mit seinem Stil das Wesen des nordoberpfälzischen Menschen getroffen hat, beweisen seine vielen Aufträge. Eine Besonderheit ist die große Zahl seiner Kreuzwegschöpfungen. Sieben Mal hat er sich selbst immer in der fünften Kreuzwegstation als Simon von Cyrene dargestellt.

Es ist eine kunsthistorische Rarität, dass das Aussehen und der Alterungsprozess eines Künstlers so gut verfolgt werden kann, wie durch diese Selbstbildnisse. Dass Rabusky auch andere Sujets zu malen verstand, lässt sich aus dem Buch herauslesen, ebenso dass er Lehrherr von Schülern war. Sein Stil ist zwar dem der damaligen Zeit geschuldet, doch hat Rabusky durchaus seine eigene Ausdrucksweise entwickelt, der er zeitlebens treu geblieben ist.

Ab 10. April im Handel

Anhand der Monographie, die ab Dienstag, 10. April, in den Buchhandlungen Richter in Neustadt, Stangl & Taubald und Rupprecht in Weiden erhältlich ist, lässt sich das Gesagte gut verfolgen, aber auch an Ort und Stelle in den Kirchen hilfreich studieren. Wild hat mit diesem Werk eine einmalige Dokumentation über einen Künstler geschaffen, der bisher nur Kennern bekannt war.

Nun erscheint Rabusky in einem ganz anderen, neuen Bild. Der Museumsverein als Herausgeber hat sich nach den beiden Büchern von Günther Langhammer über das Dritte Reich nun erneut beispielhaft engagiert. Wieder ist es gelungen, ein Stück Neustädter sowie Oberpfälzer Geschichte aufzuarbeiten und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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