Die Band „Lower Market“ rockte mit Oldies vor gut 300 Zuschauern die Freizeitanlage.
Rock an einem Sommerabend

Schon nach den ersten Takten lockt "Lower Market" die ersten Tänzerinnen vor die Bühne. Bild: prh
Kultur
Neustadt an der Waldnaab
18.08.2017
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Wenn die "Lady Madonna" Himbeereis zum Frühstück isst und "Sweet Caroline" einen "Frosch im Hois" hat, dann stehen "Lower Market" auf der Bühne. Mit ihren Oldies aus den 60er und 70er Jahren begeistert die Band das Serenaden-Publikum

"So viele Leute hat man in der Freizeitanlage selten gesehen", freute sich zweiter Bürgermeister Heinrich Maier. Kein Wunder: Was gibt es Schöneres, als sich an einem lauen Sommerabend ins Gras oder an den Biertisch zu setzen und die Seele bei handgemachter Musik baumeln zu lassen? Es mögen wohl gut 300 Zuschauer gewesen sein, die den Weg zur Serenade in die Gramau gefunden haben.

Der Biergarten war proppenvoll, die zusätzlich aufgestellten Biertischgarnituren ebenso voll besetzt. Selbst im Rasen um den Kinderspielplatz war kaum ein freies Fleckchen zu finden, als Thomas Baunoch (Gesang, Gitarre), Kathrin Meyer (Gesang,) Thomas Schell (Gesang, E-Gitarre), Bernhard Götz (Gesang, Keyboard), Helmut Lamche (Bass) und Gerhard Schmidt (Schlagzeug, Percussion) zu rocken begannen. Dabei steht die Liebe zur Livemusik stets im Mittelpunkt der Hobbymusiker. Das Repertoire umfasste hauptsächlich Oldies der 60er und 70er Jahre, die beim Publikum, das überwiegend dem gesetzteren Alter zugerechnet werden konnte, bestens ankamen.

Mit teilweise ganz besonderen Arrangements wurden die Evergreens der Beatles, der Rolling Stones oder auch der Spider Murphy Gang lebendig. Die Fläche vor der Bühne war von Beginn an sehr gut mit Tanzenden gefüllt, was bei den Neustädter Serenaden nicht allzu häufig der Fall ist. Dass die Konzertbesucher Hunger und Durst mitgebracht hatten, war ebenfalls klar. Pächter Ralf Möhrle und sein Team kamen am Grillstand und den Zapfhähnen ganz schön ins Schwitzen.

Von "I like it" von Status Quo bis "Hang on Sloopy", von "Lay down Sally" bis "Amarillo" stieg die Stimmung permanent. Für den Sound war Simon Lamche zuständig. Nicht nur das Publikum, sondern auch die Musiker auf der Bühne hatten sichtlich Spaß am Auftritt. Die Weidener Formation, zu der auch der Neustädter Bernhard Götz gehört, kann auf 25 Jahre Live-Musik-Erfahrung bauen. Diese Erfahrung war spürbar, denn die Protagonisten auf der Bühne verstanden ihr Handwerk. "Wenn die Leute so mitgehen wie hier, dann macht es uns Musikern auf der Bühne auch großen Spaß", stellte nach vier Zugaben ein verschwitzter Gitarrist Thomas Schell fest.

Der Beatles-Hit "Hey Jude" setzte am Ende des über zwei Stunden dauernden Konzerts den romantischen Schlusspunkt. "Ein super Konzert", stellte eine Besucherin fest, während sie ihren Klappstuhl einpackte und sich auf den Heimweg machte.
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