15.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Initiative von Stadtplatzanwohnern soll Schule machen Lob für Schild-Bürger

Es ist bekannt wegen der Georgsapotheke oder der Praxis Dr. Neumann, vielleicht noch als früheres Sparkassenhaus. Doch an sich ist das Häuserensemble Numer 21 bis 23 am Stadtplatz das ehemalige "Turnergirglhaus" oder das Stadtrichterhaus.

Direkt neben dem Eingang der Georgsapotheke weist ein braunes Schild auf die Historie des markanten Altstadtgebäudes hin. Bürgermeister Rupert Troppmann (rechts) ist angetan, dass die Hausgemeinschaft um Jörg Börner (links) auf diese Weise die Stadtgeschichte ins Bewusstsein rückt. Bild: Schönberger
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Das weiß kein Mensch mehr, der nicht die Häuserchronik von Heimatforscher Heinrich Ascherl gelesen hat. Nun lassen ausgerechnet Neubürger diesen Teil der Stadtgeschichte wieder aufleben. Jörg Börner stammt aus Meißen. Vor zwei Jahren kaufte er sich mit seiner Frau in dem Haus eine Eigentumswohnung und zog von Weiden in die Kreisstadt.

Dort beschäftigte er sich mit der Historie seiner neuen Bleibe und überzeugte zehn andere Wohnungseigentümer, dass es doch eine schöne Sache wäre, mit einer Hinweistafel an der Fassade an die Tradition der schmucken Stadtplatzimmobilie zu erinnern. Die Idee stellte er Alfred Spachtholz und Ursula Wiechert von der Stadtverwaltung vor. Die fragten bei ihrem Chef nach, der sofort Feuer und Flamme war. "Mir geht es gar nicht so um das Taferl, aber die Initiative, wie sich die Eigentümer in ihrer Stadt einbringen und mitmachen, ist ein tolles Zeichen", schwärmt Rathauschef Rupert Troppmann.

Jörg Börner hört so etwas gerne und lobt seinerseits die Stadt. "Ich habe vom Balkon aus einen tollen Blick auf die Waldnaab und vor der Tür Metzger und Bäcker. Meine Frau arbeitet in Nürnberg und kann zu Fuß zur Bahn gehen. Das ist klasse." Wenn das nur auch die Einheimischen öfter mal schätzen könnten, seufzt Troppmann. "Vielen ist gar nicht bewusst, was sie alles haben."

Deshalb soll das Beispiel mit dem Schild der Bewohner der Sparkassenhäuser gerne Schule machen. Troppmann: "Wer auch so etwas machen will, wir sind gerne bereit." Das wird nicht lange auf sich warten lassen, ist Börner überzeugt. "Mich haben schon andere Hausbesitzer angesprochen."

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