19.03.2018 - 16:02 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Konzert zum 800. Geburtstag der Stadt Jubiläum mit gutem Klang

Mit einem musikalischen Blumenstrauß gratulieren verschiedene heimische Ensembles bei einem Konzertnachmittag im "Weißen Rössl" der Stadt zum 800. Geburtstag. Dazu fahren sie weltberühmte Klassiker auf.

Das Akkordeonorchester der Musikschule erinnert an berühmte Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Zwischendurch darf es auch mal was von der slowenischen Volksmusik-Legende Slavko Avsenik sein. Bilder: fsb (2)
von Redaktion OnetzProfil

Kulturreferent Max Peter bezeichnete die Mischung aus diversen Rhythmen und Weisen als musikalisches Allerlei für jedes Alter und jeden Geschmack. Gekonnt leitete er mit kleinen Geschichten zu den Titeln oder den Komponisten über. Da bittet ein Student beethövisch um ein Zimmer, macht sich frisch gewagnert an das Töchterlein der Hausherrin heran, um die er sich mozärtlich kümmert und die schließlich einen Mendelssohn zur Welt bringt.

Das Orchester des Zitherclubs unter Leitung von Regina Schmid stellte, begleitet von zwei Gitarren und Bassgeige, in klanglicher, wohltuender Einheit bekannte Tänze vor. Dem Wiener Fuhrmannsmarsch folgten ein Kosakentanz, der Boarische "An Kramer-Schorsch seiner", der Walzer "Blumen aus Amsterdam" und der Rheinländer "Im Kaffeehaus". Auf den Spuren berühmter Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts wanderte das mit Schlagzeug begleitete Akkordeonorchester der Musikschule und begeisterte die Besucher. Vom bekannten slowenischen Volksmusiker Slavko Avsenik, der sogar als Skispringer der jugoslawischen Nationalmannschaft angehörte, stammen die Polka "Auf silbernen Spuren" und der Walzer namens "Erinnerung".

Mit seiner "Schwarzwaldfahrt" wurde Horst Jankowski weltberühmt, doch die Tantiemen flossen in eine US-Gesellschaft, die ihm für einen Spottpreis die Rechte abgekauft hatte. Eine "Wiener Melange" mit bekannten Strauß-Melodien kam ebenso gut beim Publikum an, wie der international erfolgreiche Polkahit "Böhmischer Traum" des deutschen Komponisten Norbert Gälle. Als Akkordeon- und Gesangsduo brachte der Orchesterleiter Jürgen Eckert zusammen mit Ramona Hannes mit klaren, sanften Stimmen Volksweisen sowie einen Walzer der "Zillertaler Schürzenjäger" und eine Polka der Gruppe "Zillertaler Wind" zu Gehör.

Das junge Gitarrenduo Robert Hösl und Konstantin Fuchs unternahm einen Ausflug in die Welt der klassischen Gitarrenmusik des 18. Jahrhunderts und interpretierte bemerkenswert feinfühlig ein Andantino, ein Allegretto, ein Rondo, eine Polka und einen Marsch des deutschen Komponisten Joseph Küffner und ein Andante des neapolitanischen Gitarristen Ferdinando Carulli. Mit schmissigen Weisen und gefühlvoller Blasmusik unterhielt die "Neustädter Klarinettenmuse" von Karl Wildenauer, unterstützt von Tubas und Trompeten. Nach dem "Gföller Marsch" aus dem Salzburger Land intonierten die Musiker die "Hiasl-Polka" aus dem Randgebiet zum Böhmerwald, die "Andres-Polka" und die Boarischen "Lustige Freund" und "Pfingstrosen". So verbrachten die überwiegend älteren Gäste zwei unterhaltsame Nachmittagsstunden bei hervorragender Musik, Kaffee und Kuchen - bei freiem Eintritt.

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