Neuer Spielplan der Burgfestspiele
Ein Traum kehrt zurück

Das Landestheater Oberpfalz (LTO) setzt auch 2017 sein erfolgreiches Wirken in der Region mit einem reichem Programmangebot bei den Burgfestspielen in Leuchtenberg und weiteren Spielorten in der Oberpfalz fort. Bild: LTO
Kultur
Neustadt an der Waldnaab
09.12.2016
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Auch im Jahr 2017 wollen die Burgfestspiele Leuchtenberg als Landestheater Oberpfalz (LTO) mit Aufführungen aufwarten, die dem breiten Publikum, vor allem auch den jungen Zuschauern gerecht werden. Nach sechzehn Jahren kehrt mit dem "Sommernachtstraum" von William Shakespeare eine der schönsten Komödien auf die Burg zurück.

Die Aufführung soll zugleich Programmlinie für den ganzen Sommer sein, die Till Rickelt, künstlerischer Leiter des Landestheaters, unter dem Begriff "Verrückte Welt" zusammenfasst, als er am Donnerstag im Saal der Vereinten Sparkassen in Neustadt/Waldnaab das Angebot des nächsten Jahres vorstellt. Dahin passt Ludwig Thomas "Lokalbahn", dazu gehört der "Michel aus Lönneberga" und nicht zuletzt "Elling" von Axel Hellstenius.

Zuvor umreißt Wolfgang Meidenbauer, seit April neuer LTO-Geschäftsführer, seine Zielvorgabe: Er will die regionale Verankerung des Kulturunternehmens fortsetzen, verstärken und das Panorama fester Aufführungsstandorte erweitern. Genannt werden das Bauernmuseum in Perschen, das Freilandmuseum in Neusath-Perschen, Speinshart, der Schlossberg bei Waldeck und nicht zuletzt die Schönbergbühne in Grafenwöhr, auf der am 28. Mai eine Wiederaufnahme von "Robin Hood" zu sehen sein wird.

Im aktuellen Angebot des nächsten Sommers ist Shakespeares "Sommernachtstraum" (Premiere 20. Mai, Burg Leuchtenberg) ein oft gespielter Klassiker auf den Freilichtbühnen. Zwei verliebte Paare liefern sich mit Missverständnissen, Verkleidungen und anderen Späßen ein Verwirrspiel, das durch den Ehekrieg des Elfenkönigs und den tollpatschigen Puck geradezu ausweglos erscheint. Regie führt Till Rickelt.

Mit Ludwig Thomas "Lokalbahn" (Premiere 2. Juni, Burg Leuchtenberg) wird hineingegriffen in das pralle Leben der bayerischen Bauern, die schlitzohrig wie immer den Behörden zeigen, wo der Barthel den Most holt. Marlene Müller-Wagner verabschiedet sich mit der Regie für dieses Stück vom Landestheater. Sie übernimmt eine neue Theater-Aufgabe in Bodenwöhr.

Wer kennt ihn nicht, den Michel von Lönneberga, den die Autorin Astrid Lindgren zum liebenswürdigsten Lausbuben machte. Doris Hofmann, die beim Landestheater die Jugend betreut, lässt den Blondschopf in dem Stück "Michel in der Suppenschüssel" (Premiere 10. Juni, Burg Leuchtenberg) in Aktion treten.

Für Elling und seinen Freund Kjeli sind die alltäglichen Probleme, mit denen sie nach der Entlassung aus einer psychiatrischen Klinik konfrontiert sind, eine echte Herausforderung. Das Hilfsangebot des Staates und ein hilfsbereiter Sozialarbeiter konfrontieren die beiden mit einer für sie verrückten Welt. Regie führt Katharina Stark bei "Elling" (Premiere 7. Juli, Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauß) .

Bei seinen Aufführungen kann sich das Landestheater nicht nur auf zahlreiche Profis, sondern auch auf rund hundert Laiendarsteller stützen, die aus der ganzen Region kommen. Es war von jeher ein erprobtes Erfolgsmuster, junge Leute früh in die Theaterarbeit einzubeziehen. Mit diesem Konzept startete vor 30 Jahren die Stadtbühne in Vohenstrauß, aus der schließlich die Burgfestspiele und dann das Landestheater Oberpfalz wurden. Dies brachte dem Landestheater im November den Oberpfälzer Heimtatpreis als Anerkennung.

Meidenbauer spricht, wenn er stolz die erfolgreiche Bilanz des Landesbühne auflistet, davon, dass Kinder und Jugendliche 45 Prozent der Zuschauer ausmachen. Die Verstärkung der Kinder-und Jugendarbeit ist daher Programm auch für die kommenden Jahre, soll mit der Schaffung einer Planstelle dokumentiert werden.. Eine solche soll es auch für den Bereich Schauspiel geben.

Die Erweiterung der Standortliste ermöglicht dem LTO nicht nur ein großzügiges Angebot von Wiederaufnahmen von Stücken, die in der vorangegangenen Saison beim Publikum besonderes Gefallen gefunden haben, sondern auch eine breite Basis von Premium-Partnern in den Kommunen. Wieder gespielt werden 2017 nach "Robin Hood (28. Mai, Schönbergbühne Grafenwöhr) auch das Schauspiel "Für mich soll's rote Rosen regnen" (1. Juni, Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauß)) , das bei der Premiere in der Regionalbibliothek viel Beifall bekommen hatte, ferner "Ladies Night" (18. März, Stadthalle Neustadt/WN) , ebenso die Komödie "Altweiberfrühling" (20. Juli, Burgtreswitz und Waldeck) .

Der Kartenvorverkauf startet am Montag, 12. Dezember. Weitere Infos: www.landestheater-oberpfalz.de

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Karten beim NT/AZ/SRZ-Ticketservice unter Telefon: 0961/85-550, 09621/306-230 oder 09661/8729-0 und www.nt-tiket.de
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