„Oberpfälzer Weihnachtsg’schicht“ und Veeh-Harfen-Klänge
Auf dem Weg nach Bethlehem

Dieter Franik trug den Zuhörern die "Weihnachtsg'schicht" von Alois Gillitzer in Oberpfälzer Mundart vor. Bilder: kwl (2)

Das ist einzigartig: Begeisterte Interpreten musizierten mit ihren Veeh-Harfen in St. Georg. Die Ausstattung des Gotteshauses ist ein exzellenter Resonanzboden für den Klang der Saiteninstrumente.

Kornelia Kraus hatte ihre Truppe gut vorbereitet. Dieter Franik bestach beim Vortrag der "Oberpfälzer Weihnachtsg'schicht'" von Alois Gillitzer aus Niedermurach durch klare Aussprache. Der Dialekt brachte das Weihnachtsgeschehen ganz nah zu den Kirchenbesuchern, die das Gehörte auch an der von Mesner Josef Gleißner wundervoll gestalteten Weihnachtskrippe miterlebten.

Franik berichtete über den Weg von Nazareth nach Bethlehem. Durch seine Geburt habe sich der Herrgott zu den Menschen gesellt, stellte der Rezitator fest. "Der Heiland ist euch heut' geboren, d'rum sperrt's auf Eure Ohren!" Zur anrührenden Atmosphäre im Gotteshaus trugen auch die eindrucksvoll vorgetragenen Texte von Anette Grau bei. Sänger Werner Wildgans sagte seine Teilnahme wegen Krankheit ab.

Ausdrucksstark wirkten die Titel "Das ist die stillste Zeit im Jahr", "Gegrüßet seist du, Maria", "Es wird scho glei dumpa" und "Jetzt kommt sie, die stille, die ruhige Zeit". Majestätisch erklang der "Andachtsjodler". Aus Südtirol stammt "O Maria", das die Veeh-Harfenisten, die in den vorderen Reihen der Kirchenbänke saßen, sehr innig vortrugen.

Beseelte Klänge hörten die Besucher bei "Jetzt kommt die kalte Winterzeit" und "Lasst uns eilen nach Bethlehem". Eine schöne Komposition ist auch der "Weihnachtsjodler". Weitere Titel waren "Aus einer schönen Rose", "Das allerschönst' Kindl" und "Das ewige Lied", arrangiert von Heidrun Strigl. Leiterin Kornelia Kraus bestach durch klares Dirigat und hatte das Programm klug zusammengestellt.

Stadtpfarrer Josef Häring informierte, dass das Wort "Harfe" in der Bibel zwölf Mal vorkomme. Die Spenden der Besucher sind für den Unterhalt der Kirche bestimmt.
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