Zukunft des Salonorchesters gesichert: Nico Dick musikalischer Leiter
"Die bessere Lösung"

Das Salonorchester hat seine Weichen für die Zukunft gestellt: Max Peter (hinten, Mitte) führt es auch die nächsten beiden Jahre. Edwin Langheinrich (vorne, links) übergibt den Taktstock demnächst an Nico Dick (vorne, rechts). Bild: prh
Kultur
Neustadt an der Waldnaab
06.06.2017
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Beim Salonorchester tritt musikalischer Leiter Edwin Langheinrich zurück. Dafür hat er Gründe - und die haben auch mit seinem Nachfolger zu tun.

(prh) Langheinrich war als Nachfolger des im Februar verstorbenen Heribert Bauer ins Amt gekommen. Nun erklärte er seinen Rücktritt in der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des Salonorchesters Neustadt. Wobei er sich um die Zukunft bereits gekümmert hatte: Mit Nico Dick präsentierte er seinen Nachfolger (wir berichteten). Der bisherige Konzertmeister wird im September übernehmen.

"Nicht aus Feigheit"

Langheinrich erklärte in seinem kurzen Bericht, nach dem plötzlichen Tod Bauers sei er auf das Dirigentenpodium mehr hinaufgefallen als hinaufgestiegen. Im Mai dirigierte er das Unterhaltungskonzert "Beschwingt in den Frühling", dessen Programm noch Bauer zusammengestellt hatte. Damals gab es viel Applaus. Und auch Langheinrich befand: "Vom Niveau her war das Konzert nicht schlechter als früher." Trotzdem: Es sei ein Erfolg mit kleineren Einschränkungen gewesen. Das Ganze habe ihn geistig stark gefordert, er habe viel in die Noten schauen müssen, was er eigentlich nicht vorgehabt habe.

"Daraus folgt, dass ich meine Position als Dirigent demnächst abgeben werde. Nicht aus Feigheit vor dem Feind, sondern weil ein jüngerer Kopf mit jüngeren Händen die bessere Lösung ist", erklärte er. Und genau diese Lösung ist Dick. Am 29. Juli wird Langheinrich deshalb das letzte Konzert mit einem Programm Bauers in Speinshart dirigieren. Langheinrich, der von zweitem Bürgermeister Heinrich Maier Lob für seinen Einsatz in schwerer Zeit bekam, bleibt dem Orchester weiter erhalten und fungiert wieder als Konzertmeister an der ersten Geige.

Vorsitzender Max Peter zeichnete in seinem Bericht das Bild eines erfolgreichen Jahres. Das Orchester habe ein "musikalisches Ausrufezeichen" gesetzt - am Ostersonntag in der Wallfahrtskirche Fuchsmühl. Weitere Höhepunkte waren ein großes Unterhaltungskonzert in der Stadthalle oder in der Max-Reger-Halle in Weiden das "Sommerlichter"-Benefizkonzert.

Feierlicher Abschied

Mit "Magische Momente für die Speinsharter Musikseele" und "Höhepunkt des Musiksommers" betitelte der Neue Tag den Auftritt im Kloster Speinshart. Am 13. November stand Heribert Bauer zum letzten Mal öffentlich am Dirigentenpult in der ehemaligen Augustinerkirche in Weiden beim Benefizkonzert zugunsten der Sanierung von St. Sebastian. Nach seinem Tod verabschiedeten sich seine Musiker zusammen mit dem Kirchenchor Fuchsmühl mit einem feierlichen Requiem in der Josefskirche in Weiden.

Auf dem Programm stehen heuer noch das Benefizkonzert anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Fördervereins zum Erhalt der Wallfahrtskirche St. Felix am 29. Oktober in der Stadthalle sowie die Gestaltung der Vorabendmesse am 25. November in der Stadtpfarrkirche St. Georg für verstorbene Mitglieder. Bei den zügig verlaufenen Neuwahlen wurde Max Peter als Vorsitzender bestätigt. Gabriele Fröhlich bleibt Stellvertreterin, Brigitte Steger Kassenwartin, Martina Puff Schriftführerin, Helga Kahler und Karin Koller Beisitzer sowie Heinz Hetz und Regina Kneidl, die Fred Fröhlich ersetzt, Kassenprüfer.
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