Auch Amerikaner nutzen die Müllabfuhr - Niedrige Gebühren mindestens noch drei Jahre
Auf jedem Grundstück eine Tonne

Gute Nachricht für die Bürger im Landkreis: Die Müllgebühren werden nicht erhöht. (Bild: dpa)

Die wichtigste Nachricht kam zum Schluss der Sitzung des Umwelt-Ausschusses und wird die Bürger freuen: Die Müllgebühren müssen nicht erhöht werden. Damit hat der Landkreis auch in den nächsten drei Jahren mit die niedrigsten Sätze in Bayern. Auch die übrigen Zahlen sind äußerst erfreulich.

Michaela Harrer, die neue Sachgebietsleiterin Abfallwirtschaft, informierte am Dienstag die Kreisräte über die Entwicklung 2013. Die Gesamthausmüllmenge hat sich demnach im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert: Sie sank leicht um 110 Tonnen (minus 0,76 Prozent) auf 14 453 Tonnen. Auf jeden Landkreisbürger entfielen 2013 fast 165 Kilo Abfall.

Fast 33 000 Tonnen

Nach dem markanten Jahr 2012 (minus 11,6 Prozent) hat sich die Sperrmüllmenge 2013 noch einmal deutlich reduziert: um 5,73 Prozent auf 1291 Tonnen. Harrer verweist in dem Zusammenhang auf die umfassende Begleitung der Sperrmüllabfuhren durch die Abfallberatung des Landratsamtes.

Äußerst positiv sieht die Expertin die Entwicklung bei den Müllgefäßen. Seit 1997 hat sich die Zahl der Tonnen von 27 306 um 5623 (20,6 Prozent) auf 32 929 erhöht. Für die Hälfte (17 538 Tonnen oder 53,3 Prozent) gewährt das Landratsamt eine Gebührenermäßigung wegen Eigenkompostierung.

1997 wurde in Eschenbach das große Baugebiet auf dem Netzaberg ausgewiesen. Seitdem haben sich viele Amerikaner der Müllentsorgung des Landkreises angeschlossen, was letztlich der Gebührengerechtigkeit zugutekommt. Anders sieht es auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr aus. Sämtlicher Hausmüll und hausmüllähnliche Abfälle werden direkt über den Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) entsorgt. Im vergangenen Jahr waren das immerhin fast 7000 Tonnen, das entspricht beinahe der Hälfte des gesamten Restmüllaufkommens im Landkreis.

Während Altpapier (3,3 Prozent), Sperrmüllschrott (25 Prozent), Problemabfälle (4,5 Prozent) und Elektroaltgeräte (18,4 Prozent) weniger geworden sind, stiegen Altholz (5,6 Prozent), gelbe Säcke (1,7 Prozent) und Grüngut (2,7 Prozent) an. Altglas und Dosen blieben konstant.

Weniger Gewerbemüll

Gleich um ein Viertel zurückgegangen ist der Gewerbemüll. 10 968 Tonnen - das sind 2876 Tonnen (20,7 Prozent) weniger als 2012. 9142 Tonnen davon wurden im Müllkraftwerk Schwandorf verbrannt, 1821 Tonnen (nicht brennbare, mineralische Abfälle) auf der Deponie Steinmühle im Landkreis Tirschenreuth entsorgt.
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