19.01.2004 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Baugenossenschaft St. Georg dreht an Mietschraube - Prüfern gefolgt: Kein Murren über Erhöhung

Glück mit den Mietern haben Vorstand und Aufsichtsrat der Baugenossenschaft St. Georg. Sie murren nicht einmal über eine vom Verband der Wohnungswirtschaft Bayern (VdW) geforderte Mieterhöhung. Um fünf Prozent sollen die Mieten steigen.

von Hans PremProfil

Dies gab der Vorstand am Samstag in der Generalversammlung im "Weißen Rößl" bekannt. Vorsitzender Karl Frisch lobte in der Generalversammlung denn auch das Engagement der Mieter. Die 36 Wohnungen wurden durch viele Eigenleistungen in Schuss gehalten. Auch mit der Pflege der Außenanlagen der zwölf Häuser war er sehr zufrieden.

5000 Euro bezahlt

Frisch ging im Geschäftsbericht unter anderem auf den Prüfbericht des VdW ein. So habe es keinerlei Beanstandung in der Führung der Genossenschaft gegeben, bis auf die Tatsache, dass deren Ertragslage durch den Mietverzicht negativ beeinflusst werde. "Deshalb müssen wir 2005 nach 1999 die Mieten um fünf Prozent erhöhen", bedauerte der Vorstandsvorsitzende. Derzahlt werden 3,07 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Frisch bemerkte etwas angesäuert, dass die Kosten für den Prüfungsbericht über 5000 Euro betragen hätten. Dies gehe an die finanzielle Leistungsgrenze einer so kleinen Genossenschaft wie der von St. Georg.

Im vergangenen Jahr sind rund 50000 Euro in Sanierungsmaßnahmen der Häuser in Neustadt und Altenstadt investiert worden. So mussten einige versottete Kamine renoviert werden. Auch Wohnungen, deren Mieter verstorben sind, wurden wieder hergerichtet. Ferner habe man in einem Gebäude eine Gasheizung eingebaut und in Altenstadt eine Haustüre erneuert. "Das Investitionsvolumen umfasst fast die gesamten Mieteinnahmen", betonte Frisch. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat bescheinigte er gute Zusammenarbeit.

Schatzmeister Martin Dummert berichtete von einer geordneten Kasse. Die Versammlung stellte unter der Leitung von Aufsichtsratsvorsitzendem Karl Brunner fest, dass der Jahresüberschuss 2002 in Höhe von 1800 Euro der freien Rücklage zugeführt worden sei.

Erwin Betz rückt nach

Nach der Stellungnahme des Aufsichtsrats zum Jahresabschluss 2002 und der Genehmigung des Jahresergebnisses durch die Versammlung stimmten die Mitglieder unter der Leitung von Norbert Möller und Peter Blaschka über die erforderliche Ergänzung des Vorstands ab. Turnusgemäß schied nach drei Jahren Kassier Martin Dummert aus. Er stellte sich zur Wiederwahl und wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurde Irene Weiß mit 15 Stimmen von 20 Wahlberechtigten wieder in den Aufsichtsrat gewählt. Für den im Herbst verstorbenen Aufsichtsrat Walter

Zienecker erhielt Erwin Betz aus Altenstadt das Vertrauen der Mitglieder.

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