19.07.2004 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bund Naturschutz gegen Pläne der Staatsregierung Sorge um Staatswald

von Gerhard SteinerProfil

Beim Monatstreffen der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz (BN) gab es eine Reihe von dringenden Angelegenheiten zu besprechen. Der für Juli vorgesehene Termin für eine Informationsveranstaltung zum Thema "Photovoltaik - Strom aus Sonnenlicht" muss wegen terminlicher Schwierigkeiten des Referenten auf Ende September verschoben werden. Bei dieser Veranstaltung geht es sowohl um Anlagen auf Privatdächern, als auch um die Möglichkeit einer Bürgersolaranlage, an der sich jeder beteiligen kann.

Die Ortsgruppe des BN ist auch in diesem Jahr wieder beim Sommerprogramm des Kinderferienclubs dabei und bietet am 10. August unter dem Motto "Dem Biber auf der Spur" eine Exkursion ins Sauerbachtal an. Vorrangig für den Bund Naturschutz ist derzeit aber die Zukunft des Staatswaldes in Bayern. Mit der Reformierung des Waldgesetzes will die Staatsregierung den Wald und die Waldbewirtschaftung privatisieren. Der Bund Naturschutz befürchtet, dass Gemeinwohlfunktionen wie Erholung, sauberes Trinkwasser, Hochwasser- und Klimaschutz, Artenvielfalt, Beratung von Privatwaldbesitzern und Kommunen und nicht zuletzt die Angebote zu Waldführungen für die Schulen auf der Strecke bleiben.

Dies will das Bürgerwaldforum - ein Zusammenschluss vieler Verbände zugunsten des jetzt noch vorbildlichen bayerischen Staatswaldes - mit einem Volksbegehren verhindern. Um dies zu beantragen, sind bayernweit bis Ende Juli 25 000 Unterschriften nötig.

Unterschriftenlisten liegen zum Teil bei den Kommunen auf oder können bei der Geschäftsstelle des BN, Bahnhofstraße 26, in Weiden angefordert werden, Telefon 0961/4160001; E-Mail: bn_new_wen[at]t-online[dot]de.

Ein Dauerbrenner ist - wie jedes Jahr - der Schulanfang. Der BN appelliert an Lehrer und Schüler, in den Schreibwarenläden wieder verstärkt Hefte aus Recycling-Papier zu verlangen. Dies sei ein einfacher, aber wirkungsvoller Beitrag zum Umweltschutz.

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