30.04.2004 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bund Naturschutz plant Bürger-Solaranlage - Orchideen verschwunden Stadt auf das Dach steigen

Der Bund Naturschutz will, dass in der Kreisstadt mehr Sonnenstrom genutzt wird. Im Juni oder Juli ist dazu eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger geplant. Für all diejenigen, die selber kein Haus besitzen oder keine günstige Dachausrichtung haben, plant die Ortsgruppe eine Bürger-Solaranlage.

von Gerhard SteinerProfil

Einwohner sollen sich mit Anteilen finanziell an dieser Anlage beteiligen und so an einer lukrativen Rendite teilhaben. Nach Auskunft der Vorsitzenden Marianne Mattausch hat die Stadt bereits mündlich zugesichert, bei entsprechendem Interesse das Dach eines städtischen Gebäudes wie zum Beispiel der Schule zur Verfügung zu stellen. Die Vorsitzende ging in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Deutsche Eiche" zudem auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres ein. Ein Schwerpunkt lag in den Stellungnahmen zum Industriegebiet in der Gramau sowie zum Neubau auf dem ehemaligen Grader-Areals. Die Vorsitzende bedauerte in diesem Zusammenhang die Ablehnung des vorgeschlagenen Kreisverkehrs an der Grader-Kreuzung.

Als ungewiss bezeichnete Mattausch die Teilnahme am Bürgerfest. Zum einen sei die Resonanz durch die Bevölkerung zuletzt gering gewesen, zum anderen hätten drei bis vier Leute den Stand den ganzen Tag lang betreuen müssen.

Wanderung im August

Da die Ortsgruppe im vergangenen Jahr nicht ins Programm des Kinderferienclubs eingeplant worden ist, beabsichtigt sie, im August eine naturkundliche Wanderung in Eigenregie anzubieten. Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt die Pflege eines Grundstücks der Stadt in der Nähe des neuen Autobahnzubringers dar. "Es handelt sich hierbei um eine Wiese mit Orchideen", informierte Jürgen Holl. Die Blumen seien jedoch wegen Verbuschung verschwunden.

Altstadt beruhigen

Holl befürchtete zudem, dass die 70-prozentige Bezuschussung durch die Regierung gestrichen wird, da die Gesamtmittel auf gut 30 Prozent reduziert werden. In Bezug auf die Verkehrsberuhigung der Altstadt fordert die Ortsgruppe eine Tempo-30-Zone sowie die Verbannung des Schwerlastverkehrs aus der Innenstadt.

Schatzmeisterin Manuela Hallmann verwies auf die Teilnahme an der Straßen- und Haussammlung, die insgesamt 313 Euro erbracht habe. Der Kassenstand machte deutlich, dass die Ortsgruppe keine finanziellen Probleme hat.

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