16.08.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Der VdK und die Lohnsteuerhilfe Bayern arbeiten in Neustadt künftig eng zusammen "Beratung ist Vertrauenssache"

Der Sozialverband VdK Bayern und die Lohnsteuerhilfe Bayern sind zwei Vereine mit unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen. Trotzdem verbindet sie ein identisches Merkmal. Beide beraten und unterstützen hilfesuchende Menschen.

Seit Januar besteht zwischen dem VdK und "Lohi"-Bayern ein Kooperationsvertrag. VdK-Kreisgeschäftsfuehrer Siegmund Bergmann und Kreisvorsitzender Josef Rewitzer (von links) luden die Leiterin der Lohnsteuerhilfe Neustadt, Marion Henirchen und ihre Mitarbeiterin Heike Edelmann, (von rechts) zum Kennenlernen ein. Bild: spz
von Autor SPZProfil

Während die Stärken des VdK im Renten- und sozialrechtlichen Bereich liegen, ist die "Lohi" für alles rund um das Steuerrecht zuständig. Zwei vollkommen unterschiedliche Bereiche. Und trotzdem sind die Menschen mit Beratungsbedarf, und dies trifft irgendwann jeden einmal, oft dieselben. Deshalb die gute Nachricht: Seit Januar besteht ein Kooperationsvertrag, von dem die Mitglieder beiderseits profitieren.

Eine solide Basis

Beratung ist Vertrauenssache, und Vertrauen ist die Basis einer soliden Beratung. Schließlich muss sowohl bei einem Rentenantrag als auch bei einer Steuererklärung alles offengelegt werden. Das weiß niemand besser als VdK-Kreisgeschäftsführer Siegmund Bergmann und Marion Henrichen, Leiterin der Neustädter "Lohi"-Beratungsstelle sowie ihre Mitarbeiterin Heike Edelmann, die sich zu einem persönlichen Kennenlern-Gespräch in der Weidener VdK-Geschäftsstelle trafen. Etliche Rentner hatten oft Probleme mit dem Alterseinkünfte- und Vermögensgesetzt, so Bergmann.

Manchmal überrascht

Viele der Antragsteller wüssten gar nicht, dass für die richtige Berechnung des Renteneintritts und der zu erwartenden Höhe nicht nur das Alter des Antragsstellers und Beitrags-, Versicherungs- und Ausfallzeiten eine wichtige Rolle spielen. Nicht selten seien diese überrascht und ließen außer acht, dass auch Kapitalerträge, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung, Wohneigentum, Häuser, Grundstücke, Wald und Betriebsrenten mit einberechnet werden.

Um vorab abzuklären, ob die zu erwartende Rente einmal versteuert werden muss und um weitere unbedachte Unwägbarkeiten zu vermeiden, raten die hauptamtlichen VdK-Mitarbeiter deshalb oft, vor der Antragstellung erst einmal die steuerliche Situation bei einem Steuerberater oder bei einem Lohnsteuerhilfeverein abklären zu lassen, denn der VdK darf in Steuerfragen nicht beraten. Umgekehrt, so Henrichen, stellen die hauptamtlichen Mitarbeiter der "Lohi" aber auch immer wieder fest, dass ihre Mitglieder Unterstützungsbedarf im Sozialrecht haben, den wiederum sie nicht erfüllen dürfen. Der Kooperationsvertrag kommt nun sowohl den Mitgliedern des Sozialverbandes VdK Bayern als auch den "Lohi"-Mitgliedern zu Gute. Denn wer bei einem "Lohi"-Mitgliedsantrag seinen VdK-Ausweis vorlegt, für den entfällt die einmalige Aufnahmegebühr von 15 Euro. Die Jahresbeiträge, beginnend bei 45 Euro, richten sich jedoch nach dem Einkommen. Beratungsleistung besteht vom ersten Tag der Mitgliedschaft an. Für VdK-Mitglieder ist die sozialrechtliche Beratung kostenlos.

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