06.09.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

"Eichenlaub"-Schützen haben keine Nachwuchssorgen - Dickes Lob für junge Leute "Schießen macht mir Spaß"

Viele Vereine haben Nachwuchssorgen. Die "Eichenlaub"-Schützen haben die schlechten Zeiten überstanden. Zur Zeit sind im Kader neun Mädchen und Jungen sportlich integriert.

von Werner ArnoldProfil

Für Norbert Schwarz hatte im Jahr 2003, als er zum ersten Schützenmeister gewählt wurde, eine schwierige Aufgabe vor sich. Es war so gut wie kein Nachwuchs vorhanden, und der Altersdurchschnitt der Aktiven betrug 58 Jahre. Ein steiniger Weg stand bevor.

Mit Genehmigung der Schulleitung wurden Handzettel verteilt, um die Kinder und Jugendlichen zu einem Schnupperschießen einzuladen. Die Mühe lohnte sich erst allmählich. Erst vor zwei Jahren kam der Durchbruch. Die Zahl der 10- bis 18-Jährigen stieg auf 34 an. Einige mussten aus Altersgründen in die Schützenklasse wechseln, zwei Familien mit jeweils drei Kindern zogen um.

Seit zwei Monaten ist die 15-jährige Selina Beck aus Altenstadt bei den Neustädter Schützen. Jugendleiter Kevin Hammer hat sie überzeugt. "Das Schießen mit dem Luftgewehr macht mir Spaß, die Ergebnisse können sich sehen lassen", sagt Selina. Sie nimmt zwar noch nicht an Wettbewerben teil, aber sie trifft fast immer ins Schwarze. Ziel ist für die Elly-Heuss-Schülerin, dass sie sich ins Team einbringen kann. Jedoch hat die Schule Vorrang.

Ob die 13-jährige Marie Schwarz in die Fußstapfen ihres Vaters Rainer tritt, der Schütze und Kassier ist, weiß sie noch nicht. Sie besitzt aber schon eine Schießjacke und ist mit ihren Ergebnissen zufrieden. Als weiters Hobby hat die Mittelschülerin das Tanzen.

Oft auch andere Hobbys

Seit sechs Wochen ist die Tochter des Schützenmeisters, Lea Eich, in der Schülergruppe dabei. Die 12-Jährige besucht das Neustädter Gymnasium und erreichte bei den Stadtmeisterschaften 99 Ringe. Beim Training sind 130 Ringe keine Seltenheit. Seit dem achten Lebensjahr ist Lea Mitglied im Schützenverein. Sie muss aber auch noch Tennis, den Faschingsverein und die Schule unter einen Hut bringen. René Linsmeier (16) hat sich die Luftpistole ausgesucht. Der Auszubildende ist bereits Oberpfalzmeister, wurde vor zwei Jahren Gau-Jugendkönig und gewann den Bayernpokal.

Seit einem Jahr ist Max Kähling (16) beim Schützenverein. Bei den Vereinsmeisterschaften im letzten Jahr hat er das oberste Treppchen erklommen. Seine Brille beeinträchtigt ihn nicht beim Sport. Der junge Mann lobt vor allem die Kameradschaft. Sehr intensiev werden die drei Schüler im Alter von 12 bis 14, die fünf Jugendlichen von 15 bis 16 und ein Junior (17 bis 20) durch die beiden Jugendleiter Erik Marshall und Kevin Hammer sowie Schützenmeister Norbert Schwarz betreut. Wenn sich die Zahl der Jugendlichen so hält, ist Schützenmeister Schwarz zufrieden. Er lobt die Verantwortlichen, die mit Elan bei der Sache sind. Lobende Wort fand er auch für die Jugendlichen, die sich auch anderweitig im Verein engagieren.

Sicherheit sehr wichtig

Doch bis zum ersten Mal geschossen werden kann, wird das Thema Sicherheit rauf und runter gebetet. Wichtig ist auch die Atemtechnik des Schützen sowie Training, Training und nochmal Training. Stolz ist Schützenmeister Schwarz, dass Erik Marshall als Schützenkönig (LG) und Romana Hoffmann als Jugendkönigin (LG) den Verein beim Gauschützenball im September vertreten.

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