20.08.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Flussmeisterei geht gegen Verlandung der Floß vor - Bagger hebt kleinen Bruder in Bachbett Baggern gegen Hochwasser

Erdreich und Geröll haben sich im Bachbett der Floß angesammelt. Die kleinen Grasinseln mittendrin dienen Entenpaaren als Brutplatz. Moose und Flechten überzogen beidseitig die Steinmauern. Die Idylle gefährdete den Hochwasserschutz.

Im Laufe der Jahre hat sich in der Floss einiges an Unrat angesammelt. Jetzt hat das Wasser auch bei ansteigenden Fluten wieder Platz, um zügig abzulaufen. Mit einem Minibagger hat die Firma Rebl den Kanal entlang der Naabstraße gereinigt. Bild: spz
von Autor SPZProfil

Wuchernde Büsche, Farne und auch das indische Springkraut hatten vom Uferbereich Besitz genommen. Durch die Verlandung wurde es, wenn der Bach viel Wasser führte, an manchen Stellen inzwischen ganz schön eng. Seit Anfang der Woche plätschert das kostbare Nass wieder ungehindert vor sich hin.

Günstiges Niedrigwasser

Wegen der Gefahr von Überflutungen hat auf Veranlassung des Wasserwirtschaftsamtes Weiden die Firma Rebl den Bereich von der Brücke in Höhe des Kriegerdenkmals entlang der Naabstraße bis hin zur Brücke an der Zacharias-Frank-Straße ausgeräumt. Das Wasser ist derzeit niedrig, die Bedingungen waren dadurch günstig für die Arbeiten. Zwei Tage lang waren Zacharias Rebl und sein Mitarbeiter damit beschäftigt.

Zu Beginn hievte ein großer Bagger seinen kleinen Bruder über die Mauer in den kanalisierten Bach und am Abend wieder heraus. Weil der kleine Schaufler wegen ein paar Zentimetern nicht unter der Brücke hindurch passte, ebnete ihm die große Baggerschaufel tags darauf eine Zufahrt unterhalb des Parkplatzes in der Fröschau. Das ausgebuddelte schlammige Erdreich, Geröll, angeschwemmte Steine, Äste und sogar Baumstämme füllten an die 15 Lastwagenladungen.

Hauptflussmeister Georg Hart von der Flussmeisterstelle in Weiden machte sich am Montag ein Bild von der Maßnahme. Gemäß Gewässerverordnung ist die Behörde zum Unterhalt der Fließgewässer verpflichtet. Seit der letzten Räumung sind elf Jahre vergangen. "Die Kosten für die Säuberungsaktion belaufen sich auf 3500 Euro", informierte Hart.

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