21.08.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Integration hat gut funktioniert - Neustadt-Fans aus Hessen kommen immer wieder Bürgerfest und Kirwa

Alles begann 1993. Damals war Timo Sommer bei der Bundeswehr in Neustadt (Hessen) stationiert.

von Benedikt GrimmProfil

Auch die Neustädter Bürgerwehr von der Waldnaab, die einst beim dortigen Neustadt-Treffen aufmarschierte, hatte in dieser Kaserne ihr Nachtquartier bezogen. Diese Zufallsbekanntschaft wurde zum Ausgangspunkt einer vielschichtigen oberpfälzisch-hessischen Freundschaft.

"Mindestens zweimal im Jahr kommen wir nach Neustadt", erzählt Sommer, der mittlerweile bei der Frankfurter Flughafenpolizei arbeitet und aus diesem Umfeld einige weitere begeisterte Fans für die kleinste Kreisstadt Bayerns gewinnen konnte.

Beim diesjährigen Bürgerfest - einer der beiden fest eingeplanten Termine im Jahr - kamen die Hessen sogar zu Zehnt. Übernachtet wird meistens"Weißes Rössl". Der zweite Pflichttermin sei die Neustädter Kirwa. Und zwar nicht nur passiv im Wirtshaus.

Die lustige Truppe ist auch in der Zoiglbruderschaft aktiv und greift zum Spaten, wenn's zum "Kirwaausgraben" geht. "Beim Waldhauser haben wir bereits einen Stammplatz", verrät Sommer mit einem breiten, schelmischen Grinsen. Man spürt, dass sie wirklich gerne in die Lobkowitzer-Stadt an der Waldnaab kommen. Von der Zoiglbruderschaft ist der Weg zum Oberpfälzer Waldverein nicht weit. Fast alle sind Mitglieder im Neustädter Zweigverein. Und erst beim heurigen Bürgerfest durfte Vorsitzender Rudolf Bäumler zwei neue Gesichter willkommen heißen. Klaus Maletzki aus Limburg und Helmut Ehret aus Bad Camberg haben den Aufnahmeantrag unterschrieben. "Wir freuen uns natürlich immer wieder, wenn sich einer aufnehmen lässt", zeigt sich Bäumler begeistert. Natürlich wird die Mitgliederzeitschrift "Arnika" auch an die hessischen Mitglieder versendet.

Und sogar privat werden einige Kontakte gepflegt. Wer selbst mit den sympathischen Hessen Bekanntschaft machen möchte, der hat bald wieder Gelegenheit dazu. "Zur Neisteder Kirwa im November kommen wir wieder", freut sich Sommer bereits auf den nächsten Besuch.

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