Jahresbauprogramm umfasst 350 000 Euro
Neue Infostellen für den Naturpark

Mit vielen kleinen wie großen Investitionen möchte auch im Förderjahr 2013 der Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald weiter an der kontinuierlichen Entwicklung der Region mitwirken. Satte 350 000 Euro werden wieder für Landschaftspflege- und Erholungsmaßnahmen im Bereich des Landkreises Neustadt und der Stadt Weiden in Umlauf gebracht. Davon sind allein 157 000 Euro für die Förderung der natürlichen Vielfalt an Arten und Lebensräumen.

An vorderster Stelle steht hier die flächendeckende Umsetzung des floristischen Artenhilfsprogramms. Serpentinit-, Küchenschellen- sowie Magerrasenstandorte bedürfen nun einmal einer Pflegemahd oder schonender Gehölzrücknahme. Die vom Naturpark koordinierten Pflegearbeiten werden ausschließlich an ortsansässige Landwirte und Naturschutzverbände im Verbund mit heimischen Betrieben vermittelt.

Weitere Schwerpunkte bilden der Erhalt und die Verbesserung des hochwertigen Feuchtwiesenlebensraumes im Kainzbachtal bei Tännesberg, einschließlich benachbarter Hangwiesen. Offenland-Lebensräume sowie Schutzflächen im Fahrbachtal bei Eslarn profitieren weiter von den Fördergeldern.

Freizeit und Erholung

Und wenn heute Basaltberge wie der Hohe Parkstein oder der Kleine Kulm und die Granitformationen am Schlossberg in Flossenbürg oder in Störnstein für den Besucher uneingeschränkt sichtbar bleiben, dann ist dies letztendlich das Ergebnis von vielen kleinflächigen Pflegemahden zwischen den Steinblöcken. Die Abteilung Landschaftspflege des Naturparkvereins schafft damit erst die Fakten, dass dorthin Exkursionen überhaupt stattfinden können. Außerdem erfolgt auch dieses Jahr die Pflege von Naturdenkmälern wie die drei Linden bei Rastenhof oder die Linde in Ragenwies.
Neben der Überarbeitung des Wanderwegenetzes im Bereich der Gemeinde Kirchendemenreuth und der Generalsanierung der Kreuzberganlage in Parkstein liegt mit rund 200 000 Euro der Investitionsschwerpunkt im Bereich Freizeit und Erholung in der flächendeckenden Einrichtung von Naturparkinfostellen, teilweise in Zusammenarbeit mit dem Geopark Bayern-Böhmen. Sie sollen die bereits bestehenden Anlaufpunkte im Schloss Burgtreswitz, Schloss Friedrichsburg in Vohenstrauß und Neuem Schloss in Neustadt ergänzen.

Idealzustand erreicht

Die neue Dauerausstellung im ehemaligen Landrichterschloss Parkstein wird sich thematisch mit dem heißen Pflaster Basaltgestein auseinandersetzen. Die momentan noch zu besichtigende Artenhilfsausstellung "Rund um die Fledermaus" in der Rad- und Servicestation "Hexenhäusl" bei Eschenbach wird in den nächsten Monaten einem fest eingebauten Diorama weichen. Die Besonderheiten im Haidenaabtal können dagegen einmal im neuen Rathaus in Weiherhammer Bewunderung finden.
"Nach Abschluss dieses Maßnahmenpaketes haben wir einen langersehnten Idealzustand erreicht. Letztendlich ist dann der Naturpark an vielen Orten dezentral präsent und kann dort in Wort, Bild und Schrift wahrgenommen werden. Ein Ziel, dass ich mir seit der Übernahme des Naturparkvorsitzes vor 17 Jahren gesetzt und damit erreicht habe", freut sich Landrat Simon Wittmann als Vorsitzender des Naturparks. "Sobald der erste vorzeitige Baubeginn von der Regierung der Oberpfalz auf dem Tisch liegen, fangen wir mit der zeitnahen Umsetzung unseres Maßnahmenpakets an", gibt sich auch Martin Koppmann, der Geschäftsführer des Naturparks optimistisch. Er hat zusammen mit Mathilde Müllner die jeweiligen Einzelgehefte vorbereitet.

Der Mitgliederversammlung wird dieses Bauprogramm mit insgesamt 134 Einzelmaßnahmen am Montag zur Zustimmung vorgelegt. Bereits vorab prüfen die staatlichen Fachstellen die Vorhaben, damit möglichst bald die begehrten Fördermittel fließen können.
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