24.06.2004 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Josef Häring vor 25 Jahren zum Priester geweiht - Am Sonntag Festgottesdienst Für Fußball kaum mehr Zeit

Über zu wenig Arbeit kann Josef Häring nicht klagen. Die Seelsorge-Einheit hat dem Stadtpfarrer jede Menge zusätzliche Aufgaben beschert. "Nicht einmal für die Spiele der Fußball-Europameisterschaft habe ich Zeit", klagt er. Dies wurmt ihn innerlich schon ein bisschen, denn der Geistliche ist begeisterter Fußballer und nun schon seit 25 Jahren Priester.

von Gerhard SteinerProfil

Am 23. Juni 1979 wurde Häring im Dom zu Regensburg von Bischof Dr. Rudolf Graber geweiht. Dieses Jubiläum wird am Sonntag gefeiert. Im Anschluss an den Festgottesdienst um 9.30 Uhr findet ein kleines Fest auf dem Kirchenvorplatz statt. Dazu ist die Pfarrgemeinde zu Weißwürsten und Wiener eingeladen.

Abitur in Weiden

Häring hat am 28. September 1953 als erster der vier Buben von Hubert und Cäcilia Häring in Bärnau das Licht der Welt erblickt. "Als wir mit unserem Kaplan Walter Baier in der vierten Klasse das Bischöfliche Studienseminar in Weiden besuchten, war ich so begeistert, dass ich unbedingt dorthin wollte", verrät Häring.

1973 legte er das Abitur am Augustinus-Gymnasium in Weiden ab und studierte dann anschließend bis 1979 Theologie in Regensburg. In seinen beiden Freisemestern, dem fünften und sechsten, ging er zum Studium an die Universität in Salzburg. Seine Entscheidung zum Priesteramt kam nicht spontan, sondern war ein langer Entwicklungsprozess. Maßgeblich beeinflusst wurde er vor allem durch sein christliches Elternhaus.

Von 1979 bis 1981 war er als Kaplan in Kelheim tätig. Bis 1986 wirkte er in Nittenau. "Diese Lehrjahre waren wahrlich keine Herrenjahre", blickt Häring zurück. "Ich hatte ein hartes Regiment zu ertragen." Im September 1986 übernahm er seine erste Stelle als Pfarrer in Bruck in der Oberpfalz.

Der Wechsel nach Neustadt zum 1. September 2000 hatte vor allem zwei Gründe. Einmal wollte er vor seinem 50. Geburtstag noch einmal in eine andere Pfarrei wechseln, zum Anderen liegt Neustadt wesentlich näher an seinem Heimatort Bärnau, und das ist vor allem für seine Mutter vorteilhaft, die seine Haushälterin ist. Auch die damals laufenden Renovierungsarbeiten in der Neustädter Stadtpfarrkirche konnten ihn nicht von der Bewerbung abhalten. "Ich scheue keine Arbeit", so der Kirchenmann.

Die Seelsorgeeinheit ist für Stadtpfarrer Josef Häring nach wie vor das wichtigste Problem. Nach der Eingliederung von St. Salvator in Störnstein im Jahre 1998 kam 2001 auch noch die Expositur Sankt Ulrich in Wilchenreuth dazu. "Gott sei Dank habe ich viele Mitbrüder, die mich in meiner Arbeit unterstützen und auch von der Pfarrgemeinde entsprechend akzeptiert werden", freut sich Häring.

Kapitän der Seminarelf

Trotz dieser umfangreichen Unterstützung bleibt noch sehr viel Arbeit an ihm selber hängen. So dürfen zum Beispiel die drei Kirchenverwaltungen nicht zusammengelegt werden, und er darf hier auch keine Vertreter schicken beziehungsweise Aufgaben delegieren, was er sehr gerne tun würde.

Nicht ohne Stolz erzählt er von seiner aktiven Fußballerlaufbahn. Er nahm sogar als Mannschaftskapitän an der Priesterseminar-Meisterschaft in Eichstätt teil. Seine Mannschaft besiegte die Gastgeber mit 2:1 im Endspiel, "weil ich als Libero zusammen mit unserem Tormann mit raffinierten Methoden Zeit geschunden habe", schmunzelt Häring.

Ein weiteres Hobby ist Bergwandern. Stolz zeigt er sich auch darüber, dass er heuer bereits zum 20. Mal die Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting bewältigt hat.

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