20.08.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Mittelstandsunion: Neustadt und Tirschenreuth fordern zusätzliche Förderung für Grenzgebiet Für Region das Beste herausholen

Die Nordoberpfalz bleibt Fördergebiet. Albert Rupprecht zeigt sich erleichtert. Im Sommergespräch erläuterte der Bundestagsabgeordnete den Kreisvorsitzenden der Mittelstandsunion Neustadt, Harald Gollwitzer, und Tirschenreuth, Leonhard Zintl, die neue Fördergebietskarte 2014 bis 2020.

Die drei Säulen Bildung, Wirtschaftsförderung und Infrastruktur waren Thema beim Sommergespräch mit (von links) Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß, den beiden Kreisvorsitzenden Harald Gollwitzer und Leonhard Zintl sowie mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht.
von Redaktion OnetzProfil

Diese gelte seit Juli, erklärte Rupprecht. Die EU-Kommission hätte es zuvor noch kippen können. Nun sei aber ersichtlich, welche Unternehmen in welchen Regionen eine Wirtschaftsförderung erhalten können. Ein Teil der Nordoberpfalz sei jetzt C-Fördergebiet (angrenzende Region zu Tschechien, die ähnlich wie bisher gefördert wird) und ein weiterer Teil D-Fördergebiet (etwas abgeschwächte Förderung). Ursprünglich hätte Bayern seine Fördermöglichkeiten für die Unternehmen im Grenzland vollständig verloren.

Eine gute Nachricht hatte auch Landtagsabgeordneter Tobias Reiß parat. So erhält die Nordoberpfalz aus München zusätzliche zehn Millionen Euro an Fördermitteln. Damit können laufende Förderanträge von Unternehmen bewilligt werden, und zwar zu den ursprünglich Ende Juni auslaufenden günstigen Konditionen.

Gollwitzer forderte die beiden Abgeordneten auf, weiter alles dafür zu tun, dass Ostbayern gerade im Grenzgebiet eine zusätzliche Förderung erhält. Jetzt gelte es erneut, die Ärmel hochzukrempeln und aufs Neue das Beste für die Region herauszuholen.

Als weitere wichtige Säule für die Zukunft sahen die Gesprächsteilnehmer das Thema Bildung an. Auch hier müsste noch mehr Kraft investiert werden, damit junge Leute in der Region blieben und nicht wegzögen, betonte Zintl. "Wir brauchen Antworten und Lösungen auf den demografischen Wandel und nicht ständig neue Studien, wie uns die jungen Leute aus den Händen gleiten." Zu diesem Thema vereinbarte die Runde eine Veranstaltung, bei denen Personalreferenten aus der Wirtschaft, die Wirtschaftskammern sowie Vertreter von Hochschulen an einen Tisch gebracht werden. Es sollen für junge Leute Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Beim Thema Infrastruktur ging Reiß auf die neuen Förderkriterien bei der DSL-Versorgung ein. Hier würden Kommunen mittlerweile mit bis zu 90 Prozent gefördert. Wer jetzt immer noch nicht zugreife, handle verantwortungslos gegenüber seiner Kommune, appellierte Zintl an alle Bürgermeister. Aber auch Kommunen, die bereits ein DSL-Netz errichtet haben, könnten dieses nun weiter ausbauen. Im Herbst planen Reiß und Rupprecht eine Informationsveranstaltung zum Thema Dorferneuerung und Städtebauförderung.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.