04.09.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Multiinstrumentalist nach Bufdi-Zeit bei Bank Klingende Münze

Menschenkenntnis, Lebenserfahrung, gruppendynamisches Verhalten und Reife hat Christoph Höning bei seiner Tätigkeit als Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi) mitbekommen. Ein Jahr lang war er bei der Musikschule in verschiedenen Bereichen im Einsatz.

von Karl WildenauerProfil

"Der tüchtige Instrumentalist war eine brauchbare Hilfe für den Schulbetrieb, die Organisation, aber auch bei technischen Einsätzen", lobte Musikschulchef Karl Wildenauer. "Christoph war äußerst engagiert und sah von sich aus Arbeit. Außerdem war er sehr kreativ und ein Organisationstalent."

Der ehrgeizige junge Mann ist ein Kind der Musikschule. Bereits seit seinem fünften Lebensjahr ist er mit der Einrichtung verbunden. Zunächst war er zwei Jahre in der Musikalischen Früherziehung bei Lilia Gette. Anschließend lernte er bei Jürgen Eckert Akkordeon. Nächstes Instrument war das Klavier bei Uli Schmutzer. Dieser weckte als studierter Kontrabassist Hönings Leidenschaft für das große Saiteninstrument.

Preise eingestrichen

Höning besuchte internationale Streichbasskurse bei renommierten Professoren. 2014 holte er sich beim Regionalentscheid und dem Landeswettbewerb "Jugend musiziert" den ersten Platz. Auf Bundesebene wurde er zweiter Preisträger.

Ideenreich kümmerte er sich im vergangenen Jahr um das Notenarchiv. Bei handwerklichen Tätigkeiten half er engagiert mit. Von zu Hause brachte er praktisches Geschick mit. Der Vater führt in der Kreisstadt einen Malerbetrieb, wo der Junior schon als Bub aushalf.

Fest eingebunden war er in die Vorbereitungen für das Felixfest und den Christkindlmarkt. Für die Orchestertechnik und die Verstärkeranlage war der Hospitant ebenfalls verantwortlich. Zuverlässig kümmerte er sich um die Vorspielabende und die Konzertplanungen.

In die fünf Gruppen der Musikalischen Früherziehung war der begabte Praktikant voll integriert. "Christoph hat viel Eigeninitiative entwickelt", ist Früherziehungslehrerin Maria Wildenauer von Hönings Ideenreichtum begeistert. Auch Vorsitzender Reinhold Schwarzmeier lobt den Bufdi in höchsten Tönen: "Auf Christoph konnte man sich voll und ganz verlassen."

Musikalisches Fundament

Richtig ins Schwärmen über den talentierten Musiker kamen die Mitglieder des Veeh-Harfen-Orchesters mit Leiterin Kornelia Kraus. Mit seinem Kontrabass war Höning eine wertvolle Stütze und sorgte für das musikalische Fundament des Ensembles. Bei Jürgen Eckert hospitierte der junge Mann im Akkordeonunterricht.

Viel Spaß machte ihm das Mitwirken in der Stadtkapelle. Hierfür lernte er sogar noch Lyra. Mit diesem Stabinstrument und dem Kontrabass sorgt er im Blasorchester für eine besondere Note. Dort gefällt es ihm so gut, dass er auch weiterhin mitwirkt. Dasselbe gilt für die "Klarinettenmuse". Seine Leidenschaft hat der Neustädter auch für das Marimbafon entdeckt.

Da der angehende Bankkaufmann neben der Klassik auch der Volksmusik sehr verbunden ist, musiziert er weiterhin mit Vater Reiner (Steirische) und Bruder Jakob (Violine). Mutter Anita singt dazu in Oberpfälzer Mundart.

"Die Möglichkeit des Freiwilligendienstes finde ich super. Ich kam frisch von der Schule und so hatte ich Zeit, ins Arbeitsleben zu schnuppern", schwärmt der 20-Jährige. "Mein Vorteil war natürlich, dass ich selbst Musiker bin. Den Weg kann ich jedem empfehlen." Schon vor eineinhalb Jahren hat der Musiker einen Lehrvertrag bei der Volksbank unterschrieben. Am Montag startete er dort die Ausbildung.

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