29.06.2004 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Musikschule dankt mit Konzert für Spende - Knapp 100 Zuhörer Hilfe zurückgezahlt

Die finanzielle Hilfe "zahlte" am Samstag die Musikschule Eilenburg mit einem Konzert zurück. Zum 25-jährigen Bestehen der Musikschule Neustadt waren 49 Musiker aus dem sächsischen Ort angereist, um für die Spende nach der Hochwasserkatastrophe vor zwei Jahren zu danken.

von Gerhard SteinerProfil

Damals hatte stellvertretender Vorsitzender Gerd Näger den Hilferuf der Eilenburger Musikschule, deren Gebäude stark beschädigt worden war, im Internet entdeckt. Spontan entschlossen sich die Kreisstädter zu einem Benefizkonzert, dessen Erlös Vorsitzender Ludwig Wirth, Näger und Leiter Karl Wildenauer persönlich überreichten. Daraus entstand eine Freundschaft zwischen beiden Musikschulen.

Nach einem Empfang mit Bürgermeister Gerd Werner beeindruckte die Jugendblaskapelle die Gäste mit einem Standkonzert vor dem Landratsamt. Die Eilenburger Musiklehrerin Sylvia Harbich berichtete, dass die Musikschule mit rund 400 Schülern seit September wieder ihr Gebäude benutzen könne.

Gitarren und Blechbläser

Vom Können der Gäste erhielten die knapp 100 Zuhörer in der Stadthalle eine Kostprobe. Das sinfonische Orchester unter Leitung von Gabriele Hammermann, zugleich musikalische Leiterin, begeisterte mit "Jesus bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach und "La Kirmesse", einem Stück aus der Oper "Faust". Aber auch flottere Weisen wie die "Tatrapolka" und der "Alte Jägermarsch" gehörten zum Repertoire. Das Gitarren-Duo Josephine Arndt und Elisabeth Budras überzeugte mit "Allegro al' Inglese", dem "Old Time Dance" sowie einem griechischen Tanzstück. Die Blechbläsergruppe um Andreas Hammermann stellte mit "Rondeau" von Jean-Joseph Mouret ihr Können unter Beweis.

Mit dem Spiritual "Joshua", "I'm walking" sowie "Streets of London" gab die Gesangsgruppe eine Probe. Sophie Harbich am Klavier lud mit "Yesterday" und "Without you" zum Träumen ein. Auch eine Klarinetten- und Streichergruppe sowie der jüngste Solist, der zehnjährige Tobias Beuche (Klarinette), mit den Stücken "Starko Schmusekater" und "Samtpfoten-Swing" trugen zum Gelingen bei. Den Abschluss bildeten der "Deutschmeister Regimentsmarsch" und der "Radetzky Marsch". Zugabe war das Stück "Bleib bei mir" von James Last.

Musikalische Vielfalt

Wirth dankte mit einer CD für die Unterhaltung. Im Gegenzug überreichte Sylvia Harbich Geschenke an Wirth, Näger und Wildenauer. Sie lud die Neustädter nach Eilenburg ein. Wildenauer bezeichnete das Konzert als eine gelungene Visitenkarte für Eilenburg: "Die Darbietung war ein Musterbeispiel für musikalische Vielfalt und Präzision sowie ausgezeichnetem Spieleifer und Spielfreude."

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