02.09.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustädter Mittelschüler haben viel Spaß beim Besuch der Umweltstation Waldsassen Gestatten, Wasserläufer "Fritz"

Biologie kann so spannend sein! Das erlebten wir, die Ganztagsklasse 6G der Mittelschule Neustadt/WN, zusammen mit unseren Lehrkräften Isolde Merkl und Gerhard Steiner in der Umweltstation Waldsassen. Dorthin eingeladen hatte uns die Bayernwerk AG als Projektpartner von "Zeitung macht Schule".

von Redaktion OnetzProfil

Michael Selinger, Geoökologe und Leiter der Umweltstation, erklärte uns, dass diese sich selbst versorgt. Deshalb werden unter anderem 17 verschiedene Tomatensorten angebaut. "Man bräuchte sie also nicht aus dem Ausland zu importieren, wo teilweise das wertvolle Grundwasser zum Bewässern verwendet wird", betonte Selinger.

Fleißiger Wurm

Weiterhin erfuhren wir, dass Heu im Obst- und Gemüsegarten vor Verdunstung schützt, den Boden weicher und lockerer macht und sich so Wasser und Mulch einsparen ließen. Auch der Regenwurm liefert einen wichtigen Beitrag: Er lockert den Boden und befördert Nährstoffe nach oben, so dass der Gärtner auf Dünger verzichten kann. "Wenn man sein Obst und Gemüse selber anbaut, dann lebt man durch dessen Verzehr nicht nur gesünder und länger, sondern man weiß auch, was man isst", sagte der Geoökologe. Außerdem sei eine gesunde und ausgewogene Ernährung auch wichtig für die geistige Arbeit, wie zum Beispiel das Lernen.

Anschließend machten wir einen kurzen Abstecher zur Schwanenwiese im Stadtpark. Beim "Pflanzenlabyrinth" erfuhren wir, dass für den Betrieb von Biogasanlagen nicht unbedingt Mais angebaut werden müsse. Es gebe eine Vielzahl von geeigneten Pflanzen, die anders als Mais sehr wertvoll für Insekten, wie zum Beispiel die Bienen, seien. Auf dem Rückweg zur Umweltstation stellte uns Selinger zahlreiche essbare Wildkräuter vor.

An die Wondreb

In der Station wurde unsere Klasse schließlich in fünf Gruppen eingeteilt. Wir erhielten Kescher, Becherlupen, Sieb, Schüsseln, eine Wasserkamera und Bestimmungsblätter für "Wasserlebewesen". Dann begaben wir uns an das Ufer der Wondreb. Mit Kescher und Sieb bewaffnet, versuchten wir möglichst viele Kleinlebewesen zu fangen. Anschließend bestimmten wir sie mit Hilfe der Karten. Mit der Unterwasserkamera konnten wir das Leben auf dem Flussboden genau unter die Lupe nehmen.

Am Ende musste jede Gruppe ein Lebewesen genauer vorstellen, wobei wir auch jedem noch einen Namen gaben. Da gab es Moritz, die Eintagsfliege. Sie stellt die wichtigste Nahrung der Fische dar. Fritz, der Wasserläufer, hat sehr dichte Haare an den Beinen und ist sehr leicht. Dies ermöglicht ihm das Laufen auf dem Wasser. Bernhard, die Köcherfliege, ist gar keine Fliege, sondern eine Schmetterlingsart. Bob, die Köcherfliegenlarve, besitzt ein Fangnetz wie eine Spinne. Zu guter Letzt wurde noch Justin, die gelb-schwarze Grundwanze, vorgestellt. Ihr Stechrüssel ist viel länger als bei allen anderen Wanzenarten.

Uns hat die Gewässeruntersuchung wirklich sehr viel Spaß gemacht. Es war aber auch äußerst interessant, was man eigentlich alles selbst anbauen kann und wie viele genießbare Wildkräuter es gibt.

von der Ganztagsklasse 6G,Mittelschule Neustadt/WN

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