27.11.2006 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Pfarrer Häring und Engelhardt segnen Offene Ganztagsschule - Mehr als "Aufbewahrungsmaßnahme" Zartes Pflänzchen gemeinsam hegen

Seit Mitte September ist an der Hauptschule eine Offene Ganztagsschule eingerichtet. Am Freitag lud Rektor Heribert Zeis nun alle Beteiligten zur Segnung der Einrichtung ein.

von Gerhard SteinerProfil

Er lobte vor allem das große Engagement, mit dem der Weidner Bildungsträger Job-Trans GmbH die Sache in Angriff genommen habe, und gab einen kurzen Abriss über die gesamte Entwicklungsphase.

Angefangen habe alles vor einem Jahr mit einem Gespräch zwischen Vertretern der Regierung und ihm sowie seinem damaligen Stellvertreter Richard Troglauer. Es folgte eine Besprechung mit den Bürgermeistern des Schulforums im Februar. Im März sei der Elternbeirat anhand über das Vorhaben informiert worden, Ende April die Eltern selbst. Am 18. Juli stellte die Schulleitung den Antrag auf Förderung, und am 27. Juli fand schließlich der Elternabend für die 18 angemeldeten Schüler statt. Die Umbauarbeiten erfolgten in den Sommerferien.

Effektive Zusammenarbeit

Für Zeis ist die Einrichtung ein zartes Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden müsse. Dazu bedürfe es der effektiven Zusammenarbeit der Betreuer sowie der Lehrkräfte. Bürgermeister Gerd Werner schrieb dieser familiengerechten Schule eine immer größere Bedeutung zu. "Die Notwendigkeit hierfür ergibt sich aus der Tatsache, dass immer häufiger beide Elternteile berufstätig sind." Die Nachmittagsbetreuung dürfe aber nicht als reine Aufbewahrungsmaßnahme gesehen werden.

Rainer Lacler, Beratungsrektor der Regierung der Oberpfalz, zeigte sich äußerst erfreut, dass nun in der Kreisstadt die pädagogische Arbeit der Offenen Ganztagsschule umgesetzt werde. Zeitgleich mit Altenstadt und Weiherhammer werde nun dieses zusätzliche Betreuungsangebot verwirklicht. "Aufgrund der Veränderungen in Gesellschaft und Familie müssen auch die Angebote der Schule verändert werden", betonte Lacler. Weiterhin erwähnte er, dass es in der Oberpfalz nun insgesamt 33 solcher Einrichtungen an Haupt - und Förderschulen gebe.

Besonders angetan war der Beratungsrektor von der breiten Unterstützung. Dies zeige sich durch die Anwesenheit des aufgeschlossenen Sachaufwandsträgers, Schulamtsdirektor Engelbert Vollath, das engagierte Personal von Job-Trans, Vertretern des Elternbeirats sowie der Lehrkräfte. Diplompädagoge Gerald Igl von Job-Trans hob die pädagischen Ziele der Einrichtung hervor. So sollten Sozialkompetenzen eingeübt beziehungsweise vertieft werden, wie zum Beispiel beim gemeinsamen Mittagessen. Weiterhin erfolge eine intensive Betreuung in zwei Gruppen bei der Hausaufgabe, und es würden Anregungen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung gegeben. Als kleine Aufmerksamkeit überreichte er Zeis einige Gesellschaftsspiele für die Gruppe.

Geschöpf Gottes sehen

Stadtpfarrer Josef Häring und Lehrerin im Kirchendienst, Lydia Engelhardt, segneten die Räume. Dabei betonte Engelhardt, dass in den Menschen, die einem anvertraut seien, das Geschöpf Gottes gesehen werden sollte. Weiterhin ermutigte sie dazu, nicht gleich zu resignieren, wenn es einmal nicht so glatt laufen sollte, schließlich gebe uns Gott immer wieder neue Kraft.

Für die musikalische Gestaltung sorgte Lehrer Armin Karwath mit seinem "Chor". Weiterhin begeisterte Karwath zusammen mit seinem Kollegen Walter Lauber die Gäste.

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