30.01.2004 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Rektor informiert bei Vortragsreihe über Schulfähigkeit - Disziplin sehr wichtig: Weichen werden zu Hause gestellt

von Hans PremProfil

Ende April beginnt für bis zu 90 Kinder aus der Kreisstadt und Umgebung mit der Schuleinschreibung so langsam der Ernst des Lebens. Im städtischen Kindergarten St. Joseph stimmte Grundschulrektor Peter Reber am Mittwoch die Eltern bereits darauf ein. Er startete zum Thema "Erziehung zur Schulfähigkeit - fördern durch fordern" eine Vortragsreihe, die ihn in die nächsten Wochen in verschiedene Vorschuleinrichtungen führt.

"Die wichtigsten Voraussetzungen für den Start der Kinder in ein glückliches Leben sind Liebe, Struktur und Teilnahme am täglichen Leben", so der erfahrene Pädagoge vor rund 50 interessierten Müttern und Vätern. Die Weichen für die Lernerfolge der Kleinen in der Schule würden nicht von den Erziehern und Pädagogen, sondern zu Hause gestellt. Schule verlange mit Ordnung, Disziplin und Gemeinschaftsfähigkeit Attribute, die bei Kindern in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich seien. "Die Kinder lernen von ihren Vorbildern, den Eltern. Sind sie nicht erzogen, sind sie auch nicht sozialfähig, können sich nicht einordnen." Diese Buben und Mädchen seien auch nur schwer durch individuelle Lernförderung bildbar.

Reber berichtete, dass im aktuellen Schuljahr in zwei ersten Klassen erstmals Kinder herausgenommen worden seien, "da durch ihr Verhalten ein Unterricht fast nicht möglich war".

Der Rektor klärte darüber auf, was Schulfähigkeit bedeute, welche Voraussetzungen das Kind zum Erstunterricht mitbringen sollte und was die Eltern zur Förderung tun könnten. Anhand vieler spielerischer Tricks zeigte er auf, wie die Wahrnehmungsbereiche des Gehirns der Kinder im optischen, akustischen und motorischen Bereich gefordert werden könnten. Besonders wichtig sei die Förderung der Konzentration.

Zusammenfassend riet der Pädagoge, die Schulfähigkeit durch Selbständigkeit und Erziehung zu fördern. "Die Eltern halten den Schlüssel zur Bildung ihrer Kinder in der Hand. Sie müssen nur aufsperren", schloss Reber.

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