Rudi Royer stirbt im Alter von 83 Jahren - Aktiv beim ASV und der SpVgg Weiden
Schnellster Linksaußen im Bezirk

Rudolf Royer. Archiv: spz
Als pfeilschneller Linksaußen war Rudolf, genannt Rudi, Royer auf den Fußballplätzen bekannt. Am Donnerstag starb er im Alter von 83 Jahren in der Kreisstadt.

Royer war 63 Jahre Mitglied beim ASV. Er wurde bekannt als "schnellster Linksaußen der Oberpfalz". Hätte es damals eine Transferliste wie heute gegeben, so wäre er wohl ein reicher Mann geworden. Autos, Wohnung und Handgeld wurden ihm auch schon in den 50er Jahren angeboten.

Doch er blieb der Familie und seiner Heimat treu. Trotz Angeboten von Vereinen aus Norddeutschland und Ostbayern spielte er für den ASV weiter, wechselte dann aber zur SpVgg Weiden. 1954 gelang der Aufstieg in die sogenannte Zweite Division. In der Mannschaft die damals in Würzburg mit einem 3:2-Sieg gegen Borussia Fulda das Meisterstück perfekt machte, fand sich auch Royer. Es folgten weitere schöne Sport- und Arbeitsjahre als Aktiver und als Spielertrainer des ASV. Dort kickte er noch viele Jahre bei den Alten Herren. Außerdem war er begeisterter Eisstockschütze
Nach Abschluss der Schule arbeitete er zuerst im Ausbesserungswerk in Weiden und dann über ein halbes Jahrhundert als Fahrer für die Milchzentrale. Das erste Motorrad bekam er von einem Vereinsförderer geschenkt. Im August 1952 heiratete er seine Marianne, die 1945 als schlesisches Flüchtlingskind nach Denkenreuth gekommen war. Als Junge hatte Royer als Hütebub auf die Rinder von Bauern aufgepasst. Dabei lernte er Marianne kennen. 2012 feierte das Paar diamantene Hochzeit.

Den Mittelpunkt von Royers Leben bestimmte seine Familie. 1955 kam Tochter Waltraud zur Welt. Auch mit seinen fünf Geschwistern Betty, Engelbert, Ludwig, Anneliese, Maria und deren Familien war Royer stets eng verbunden. Zu seiner großen Freude erweiterte sich der Kreis seiner Lieben durch die Ehe von Tochter Waltraud mit Thomas um die Enkelkinder Lisa und Jonas sowie die fünf Urenkel Aaron, Hannah, Lena, Paul und Felix.

Der Trauergottesdienst beginnt am 11. Mai, um 10.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof.
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