02.10.2006 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

SPD-Kreisverband diskutiert über Landrats- und Landtagskandidaten - Entscheidung im Januar Alles läuft auf Annette Karl zu

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Die Amberger CSU hat mit Franz Kustner vergangene Woche den Herausforderer von Landrat Armin Nentwig gekürt. Im Landkreis Neustadt muss die SPD erst noch den Gegenkandidaten von Simon Wittmann finden. Vieles deutet darauf hin, dass Kreisvorsitzende Annette Karl antritt.

Vorgespräche haben Kreisvorstand und Kreistagsfraktion schon geführt. Der Fahrplan für das Jahr 2008 könnte so aussehen: Karl kandidiert im März als krasse Außenseiterin gegen Amtsinhaber Wittmann. Da sie gegen den etablierten Landkreischef wahrscheinlich auf verlorenem Posten kämpft, darf sie sich im Herbst des gleichen Jahres zur Belohnung um das Landtagsmandat von Weiden und Neustadt bewerben, mit dem zuletzt Fritz Möstl die Sozialdemokraten im Maximilianeum vertrat.

Keine Kampfkandidatur

Dafür stehen die Chancen besser. Vorausgesetzt die Weidener SPD meldet keine Ansprüche an. Danach sieht es zur Zeit allerdings nicht aus.

Offiziell hat Karl noch nicht den Hut in den Ring geworfen. "Es war immer so, dass der oder die Kreisvorsitzende das erste Zugriffsrecht auf die Landtagskandidatur hat. Dahin gehend gibt es Signale", räumt die Altenstädterin ein. "Vorüberlegungen sind gediehen. Es wird keine Kampfkandidatur geben."

Zumindest was den Landtag betrifft. Bei der Bewerbung ums Lobkowitzerschloss gibt sich die gebürtige Berlinerin zurückhaltender: "Wir überlegen noch die beste Strategie." Dafür gründete der SPD-Kreisvorstand am Mittwochabend in Altenstadt/WN eine Arbeitsgruppe. Sie soll Wahlkampfthemen entwickeln und sich auch über Personalstrategien Gedanken machen (dazu ein weiterer Bericht auf dieser Seite).

Bei einer Klausurtagung im Januar sollen Nägel mit Köpfen werden. In der Arbeitsgruppe sind neben Karl unter anderem die Pressatherin Anita Floth, Kreistagsfraktionschefin Margit Kirzinger und Werner Windisch aus Weiherhammer. Vor allem die Namen der letzten beiden werden als potenzielle Landratskandidaten gehandelt.

Windisch winkt ab

"Ganz klares Nein", wiegelt Windisch ab, der nicht nur hauptamtlicher Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde ist, sondern auch im Kreis- und im Bezirkstag sitzt. Weitere Ambitionen habe er nicht.

Um Margit Kirzinger, die lange als Anwärterin auf eine der beiden Kandidaturen gehandelt wurde, ist es in den vergangenen Monaten ruhiger geworden. Ganz verabschiedet hat sie sich von dem Gedanken aber noch nicht: "Ausschließen kann man nichts. Wir haben aber erstmals am Donnerstag im Kreisvorstand darüber offen diskutuiert. Jeder hat die Hausaufgabe, sich verschiedene Varianten zu überlegen."

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