18.08.2014 - 00:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Zweckverband stationiert weiteres Fahrzeug an der Rettungswache auf dem Felixberg Bessere und schnellere Hilfe

Zusätzlich zum Rettungswagen, der am Standort Neustadt an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für Notfälle und für dringende Einsätze zur Verfügung steht, wird nun während der Woche zusätzlich auch noch ein Krankentransportwagen vorgehalten.

Seit 1. August ist bei der Rettungswache in der Felixallee auch ein Krankentransportwagen stationiert. Landrat Andreas Meier und Rettungs-Zweckverband-Geschäftsleiter Alfred Rast (Zweiter und Dritter von rechts), Bürgermeister Rupert Troppmann (rechts), BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath (vorne, links), Leiter Rettungsdienst Peter Lischker (hinten, links) und der Leiter der Integrierten Leitstelle Herbert Putzer (hintere Reihe, Fünfter von rechts) stellten das neue Projekt vor. Bild: spz
von Autor SPZProfil

Dies erfreuliche Verbesserung ermöglicht die Umsetzung einer im Bayerischen Rettungsdienstgesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Vorhaltezeiten für Krankentransportwagen mit bedarfsgerechten Zeitkontingenten zu flexibilisieren. Der Zweckverband Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz mit Geschäftsleiter Alfred Rast und Vorsitzendem Landrat Andreas Meier, der Leiter der Integrierten Leitstelle Herbert Putzer und die Führungsspitze des BRK mit Kreisgeschäftsführer Franz Rath und dem Leiter Rettungsdienst Peter Lischker erläuterten die Neuerung bei einer Pressekonferenz in der Rettungswache auf dem Felixberg.

Keine zeitliche Vorgabe

Im Dezember 1998 hatte das Innenministerium zusammen mit acht in Bayern tätigen Sozialversicherungsträgern eine Studie zur Optimierung der rettungsdienstlichen Versorgung sowie die Herausarbeitung von Möglichkeiten zur Effizienzsteigerungen in Auftrag gegeben. Wie ZRF-Geschäftsleiter Rast betonte, gebe es in Zukunft aufgrund dieser Trend- und Strukturanalyse des Rettungsdienstes Bayern (Trust II-Gutachten) keine zeitlichen Vorgaben mehr für den Einsatz von Krankentransportwagen. Deshalb seien die Vorhaltungen für Krankentransportwagen im Bereich Nordoberpfalz überprüft und angepasst worden.

In Anlehnung an das Gutachten habe die Verbandsversammlung des ZRF Nordoberpfalz am 23. Juli beschlossen, die Vorhaltezeiten der Krankentransportwagen im gesamten Bereich von sogenannten Zeitkontingenten, vergleichbar mit Gleitzeiten, zu flexibilisieren. Der ZRF Nordoberpfalz habe als Erster in Bayern die Verträge mit dem BRK angepasst. Seit 1. August sei nun an der Rettungswache von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 19 Uhr, zusätzlich auch ein Krankenwagen stationiert. Landrat Meier sprach von einer weiteren Steigerung der Qualität im Rettungsdienst. Durch den Standort in Neustadt und die variablen Einsatzzeiten könne man der Bevölkerung eine noch bessere und schnellere Versorgung bieten. Er dankte den haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die Tag und Nacht den Dienst sicherstellten.

Kreisstadt ist stolz

"Schutz und Sicherheit haben bei der Bevölkerung Priorität", meinte Bürgermeister Rupert Troppmann. Er sei stolz, dass der Krankenwagen in der Rettungswache Neustadt stationiert wurde.

Der Krankenwagen sei auch ein Baustein für die Notfallversorgung, denn im Ernstfall könne dieser zusätzlich im Rettungsdienst eingesetzt werden, ergänzte BRK-Kreisgeschäftsführer Rath. Das Fahrzeug sei schon eine Weile da gewesen, jetzt sei auch die dazugehörige Mannschaft vor Ort. Die Rettungswache sei so ausgebaut, dass tagsüber zwei Teams integriert werden konnten. (Hintergrund)

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