25.01.2018 - 19:15 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

800-Jahre-Festkonzert verlegt Kulturausschuss steckt Termine für Festjahr ab

Jetzt nur nicht ausruhen: Der Kulturausschuss der Stadt wollte überhaupt nicht mehr aufhören, von der Silvestergala als Auftakt des städtischen Jubiläumsjahres zu schwärmen. Damit es in diesem Sinn weitergeht, stellen die Verantwortlichen in den kommenden Wochen die Weichen.

Die Hofer Symphoniker verneigen sich voraussichtlich Anfang November mit einem Festkonzert vor den Kompositionen Franz Gleißners. Der ursprünglich vorgesehene Termin kollidiert mit den Landtagswahlen. Archivbild: kro
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Für die ganz heiße Phase, die Festwoche "800 Jahre Neustadt" von 14. bis 22. Juli, sind noch einige Details abzuklären. Doch auch dafür fügen sich die Mosaiksteine allmählich zusammen, erklärte Festleiter Reinhold Zapf. "Es gibt inzwischen kaum mehr leere Wochenenden im Veranstaltungskalender." Vor kurzem hat die Staatsregierung den Terminplan der Kreisstädter etwas durcheinandergewirbelt.

Das Jubiläumskonzert der Hofer Symphoniker mit Musik von Franz Gleißner steigt nicht wie vorgesehen am 14. Oktober. An diesem Sonntag ist Landtagswahl, eine zu große Konkurrenz für den Auftritt in der Stadthalle. Daher ist das Ganze nun laut Zapf "zu 99,9 Prozent" verlegt auf den 4. November.

Ansonsten läuft alles nach Plan. Einladungen sind verschickt, alle Vereine sind informiert über die Verwendung von Logo und Jubiläums-Layout, der von Marina Hackenberg betreute Facebook-Auftritt steht und nach Fasching sind die Ticketpreise für einzelne Events fix. Dann wird auch die Webseite "Ein Fest in Ostbayern" freigeschaltet.

Ein wenig unklar ist noch, welche Erinnerungsgeschenke Gäste aus Partnerstädten oder andere Unterstützer bekommen sollen. Gaby Fröhlich (CSU) regte Sektflaschen mit Jubiläumsetiketten an. Das sei mal etwas anderes als Blumen und bei einem Weidener Weinhändler günstig zu haben.

Bernhard Knauer (CSU) vermisst in dieser Geste ein bisschen das Traditionsbewusstsein. "Wir betiteln uns immer noch als Stadt des Bleikristalls." Daher könnte er sich statt Sekt ("den trink ich nie, ich hab den ganzen Keller voll mit solchen Geschenkflaschen") Bier- oder Weingläser mit 800-Jahr-Logo vorstellen. "Das nimmt man öfter." Das Logo müsse dabei nicht zwangsläufig bunt aufgedruckt sein. Fröhlich gab zu bedenken, dass dies natürlich teurer komme. "So ein Glas kostet fünf Euro." Reinhold Zapf soll nun bis zur Stadtratssitzung Ende Februar beiden Vorschläge prüfen.

Bei so viel Vorschau tat ein motivierender Blick zurück gut. Hermann Schmid (Freie Wähler) lobte Heribert Schubert (SPD) als Chef-Organisator des Silvesterballs über den Schellenkönig. "Ich hab mich ja erst dagegen gesträubt, aber was der Heri da aufgestellt hat, war eine fantastische Leistung." Für andere Stadtratskollegen hatte Schmid nicht ganz so nette Worte übrig: "Es hätten ruhig ein paar mehr da sein können."

Macht nichts. 320 zahlende Besucher haben positive Resonanz gegeben. Zum Teil fuhren sie für den Ball sogar 200 Kilometer weit, sagte Zapf.

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